Sonntag, 4. Juni 2006

Hochwassergefahr in NÖ und OÖ gebannt: Pegel der gefährdeten Flüsse sind gesunken

  • "Ruhiger Sonntag", wenn Regenfälle normal bleiben
  • PLUS: Gleich nachschauen - so wird das Wetter!

Die Hochwassergefahr in Niederösterreich galt am Sonntag am Vormittag als gebannt. Nach Angaben von Jörg Würzelberger, Sprecher des NÖ Landesfeuerwehrkommandos, sanken die Pegel der gefährdeten Flüsse in der Nacht kontinuierlich. Relevante Einsatztätigkeiten der Freiwilligen Feuerwehren wurden vorerst nicht mehr verzeichnet. Sollten die Niederschläge in normalem Rahmen verlaufen, dann "wird es ein ruhiger Sonntag", so Würzelberger.

Für Bereiche in den niederösterreichischen Bezirken Baden, Lilienfeld, Scheibbs, Neunkirchen und Wien Umgebung bestand am Samstag Hochwasseralarm. Zu größeren Ausuferungen war es aber nicht gekommen, Meldungen über dramatische Schäden lagen ebenfalls nicht vor. Insgesamt befanden sich rund 1.100 Feuerwehrleute von mehr als 100 Freiwilligen Feuerwehren im Einsatz. Als gefährdete Gewässer galten Donau, Traisen, Erlauf, Schwarza, Schwechat, Triesting, Gölsen und die Pielach.

Hochwassersituation in Steyr entspannt sich
Die Hochwassersituation hat sich am Sonntag in Steyr in Oberösterreich entspannt. Enns und Steyr weisen sinkende Pegelstände auf. Man habe bereits mit ersten Aufräumarbeiten begonnen, teilte die Feuerwehr Steyr auf Anfrage der APA mit.

Der Pegel der Enns lag am Sonntagvormittag am Ortskai bei 3,15 Meter - Tendenz fallend. Zum Vergleich: Am Samstagabend stand die Enns dort noch bei 4,70 Metern. Die Vorwarnstufe liegt in Steyr bei 2,50 Meter, ab 2,70 Meter werden der Ennskai und den Ortskai für den Fahrzeugverkehr gesperrt. Bei einem Pegelstand von drei Metern spricht man in Steyr von Hochwasser.

Am Sonntagvormittag wurde mit den ersten Aufräumarbeiten begonnen, wann diese abgeschlossen sein werden, könne man noch nicht sagen, so die Auskunft der Feuerwehr. Derzeit sei die Lage ruhig, von endgültiger Entspannung könne man aber noch nicht reden, da man nicht wisse, wie viel Regen noch nachkommen werde.

Noch immer für den Straßenverkehr gesperrt war am Sonntag die Pass Gschütt Straße in Bad Goisern (Bezirk Gmunden) in Oberösterreich. Dort hatte am Samstag eine 50 Meter lange und ein Meter hohe Schlammlawine die Fahrbahn blockiert. Die Orte Obertraun, Hallstatt und Gosau waren nur über Bad Aussee erreichbar.
(apa/red)

4.6.2006 11:17