"Entmündigende Überregulierung": Gorbach
erteilt Rauchverbot in Autos eine Absage
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Verkehrsminister Hubert Gorbach (B) erteilt einem generellen Rauchverbot in Autos eine Absage. Erst am Weltnichtrauchertag hatte der Landesgeschäftsführer der Kärntner ÖVP, Siegfried Torta, ebendiese Verordnung gefordert. Während Torta Rauchen am Steuer als "unverantwortlich gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern" bezeichnete, trat Gorbach nun für mehr Bewusstseinsbildung und weniger Zwang ein.
Jede am Steuer eines Autos gerauchte Zigarette lenke den Fahrer mindestens so sehr ab wie das Hantieren mit dem Mobiltelefon, bekräftigte Torta. Das Tasten nach dem Aschenbecher, das Anzünden einer Zigarette oder auch schon das Suchen nach den Glimmstängeln seien Aktionen, die die Aufmerksamkeit des Fahrers vom Geschehen im Verkehr auf das Fahrzeuginnere lenken. "Es ist einfach unverantwortlich gegenüber den anderen Verkehrsteilnehmern und gehört genauso verboten", forderte der Landespolitiker.
Gorbach sieht diese Forderung als "entmündigende Überreglementierung" Lenker. Wie die Kampagne "Gurte retten Leben" gezeigt habe, mit der die Anschnallmoral "unglaublich verbessert" wurde, erreiche man gerade im privaten Bereich mit Bewusstseinsbildung viel mehr als mit der Ausübung von Zwang. "Nicht umsonst ist es uns gelungen, die Zahl der Unfalltoten seit 1999 um 30 Prozent zu senken. Das waren keine überschießenden Zwangsmaßnahmen, die da gewirkt haben, sondern unsere vorausschauende Verkehrspolitik, die auf der Eigenverantwortlichkeit der Verkehrsteilnehmer beruht", so der Verkehrsminister. (apa/red)
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