Folgenschwerer Verkehrsunfall auf der S1: Kollision an roter Ampel fordert zwei Tote
- Kleinbus kracht in Pkw: Fünf Schwerverletzte
Zwei Tote und fünf Schwerverletzte: Das ist die Bilanz einer folgenschweren Kollision, die sich auf der Wiener Außenring Schnellstraße (S1) zwischen Rannersdorf und Schwechat Süd (Bezirk Wien Umgebung) ereignet hat. Ein rumänischer Kleinbus war vor einem Tunnel in ein stehendes Auto gekracht. Für den Lenker (34) und seine Beifahrerin (25) kam jede Hilfe zu spät, berichtete die NÖ Sicherheitsdirektion.
Die weiteren Bus-Insassen sowie die Lenkerin des Pkw wurden in die Spitäler nach Mödling sowie ins SMZ-Ost und das UKH-Meidling nach Wien gebracht. Unter den Schwerverletzten befanden sich neben einer 33-Jährigen und einem 34-Jährigen auch zwei rumänische Buben (13 und 8 Jahre alt), so die Angaben der Exekutive.
Die Kollision ereignete sich vor einem Tunnel. Dort war die Ampel auf Rot geschaltet, da laut ÖAMTC Arbeiten an den vollautomatischen Überkopfwegweisern vorgenommen wurden. Der Lenker des Busses dürfte die haltenden Kfz zu spät bemerkt haben und krachte ungebremst in ein Fahrzeug. Der Pkw kam erst auf dem Dach zum Stillstand. Weitere Fahrzeuge wurden durch den Zusammenstoß in Mitleidenschaft gezogen. Deren Insassen blieben allerdings unverletzt.
Sicherheitstechnisch sei im Zuge des Unglücks niemandem ein Vorwurf zu machen, so der ÖAMTC. Etliche Meter vor dem Tunnel schienen gelb-blinkende Leuchten auf, die auf eine potenzielle Gefahr aufmerksam machten. Der Lenker dürfte diese Signale aber missachtet haben. Jedoch käme auch Sekundenschlaf als Unglücksursache in Betracht, berichtete Gerhard Koch vom ÖAMTC.
Laut Asfinag kommt es auf der S1 in dieser und der kommenden Woche zu Arbeiten an so genannten Verkehrsbeeinflussungsanlagen. Lenker müssten daher immer wieder mit kurzen Anhaltungen rechnen.
(apa/red)
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