Mittwoch, 24. Mai 2006

Tore, Zweikämpfe und Moneten: Nike und adidas im Milliarden-Match der Sport-Riesen

  • Nike rüstet Brasilien aus, adidas das deutsche Team
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Die Welt liegt vor der kommenden Fußball-WM im Fußballtaumel - einzig die Bosse der Sportausrüster blicken nüchtern auf die Ladentische. Und das Milliardengeschäft, das sie dort zu sehen bekommen, sprengt alle bekannten Dimensionen. Kein Wunder, dass die beiden Sportmultis Nike und adidas unter Einsatz härtester finanzieller Mittel um die Pole-Position kämpfen.

Nike hat sich mit dem brasilianischen Ballzauberer Ronaldinho den absoluten Superstar der WM gesichert. Er kassiert dafür einen zweistelligen Millionenbetrag vom US-amerikanischen Sportausrüster. Denn die Amerikaner wollen dem Platzhirsch adidas endlich die Vorherrschaft in den Fußballstadien der Welt abjagen. Doch wie es aktuell aussieht, vergeblich. Nike wird heuer im Fußball rund 1,2 Milliarden Euro umsetzen. adidas stellt die gleiche Summe in Aussicht.

Heimvorteil für adidas
Die Deutschen setzen dabei voll auf ihren Heimvorteil. Denn als offizieller Ausrüster (Kosten, um diesen Titel zu führen: 40 Millionen Euro) stellt das Unternehmen mit den drei Streifen den WM-Ball, Dressen für die Schiedsrichter und Ballbuben und die Ausrüstung für die deutsche Nationalmannschaft sowie fünf weitere Länder. Allein der Ball namens "Teamgeist" soll rund fünfzehn Millionen Mal über die Ladentische wandern.

Puma ist Nummer drei
Im Match um die Fan-Gunst mischt auch Puma als smarte Nummer drei mit. Die Raubkatzen werden sich rund 250 Millionen vom Fußball-Umsatzkuchen krallen und rüsten immerhin 12 Nationalmannschaften aus, die meisten aus Afrika) - das ist in dieser Kategorie der Sieg.

Finanzielles Traumfinale Nike - adidas
Wer nach der Weltmeisterschaft die Nase vorne hat, entscheidet neben der Marketingstrategie vor allem die Leistung der ausgestatteten Mannschaften. Sicher lohnen wird sich der Milliardenaufwand von Nike und adidas beim Traumfinale Brasilien gegen Deutschland. Doch beim Sponsoring der Einzelspieler Beckham, Ronaldinho, Ballack, Rooney & Co gibt es zahlreiche teure Risken. Verletzt sich einer der Millionen-Ballkünstler, rechnet sich der finanzielle Einsatz der Ausrüsterfirmen kaum.

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24.5.2006 11:27