Österreich gegen Kroatien ohne Chance:
Zweite Pleite für ÖFB-Team am Weg zur EM
- 1:4 gegen WM-Starter. Ivanschitz erzielt Ehrentreffer
- Hickersberger setzt in Wien vier Debütanten ein
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vs. Kroatien am Feld
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Österreich hat am Dienstag auch das zweite Länderspiel der Ära Josef Hickersberger II verloren. Gegen WM-Teilnehmer Kroatien setzte es im Happel-Stadion eine deftige 1:4 (1:2)-Schlappe. Den spielerisch eine Klasse stärkeren Gästen reichte eine Durchschnittsleistung zum dritten Sieg im dritten Duell mit der ÖFB-Auswahl.
Im Vergleich zur miserablen Leistung beim 0:2 am 1. März gegen Kanada zeigte Österreich zwar in Hälfte eins eine deutliche Steigerung, nach dem Wechsel ließ die Truppe von Ex-Rapid-Star Zlatko Kranjcar die Österreicher jedoch sehr alt aussehen. Die Sieger trafen durch Klasnic (11., 35.), Babic (55.) und Balaban (70.), für Rot-Weiß-Rot hatte Ivanschitz mit einem direkt verwandelten Eckball zwischenzeitlich ausgeglichen (14.).
Die mit gleich drei Debütanten (Prager, Leitgeb, Janko) gespickte ÖFB-Startformation begann wie von Hickersberger gewünscht in gefährlicher Lauerstellung. Der durchaus gelungene Start wurde den Österreichern jedoch gleich mit dem ersten nennenswerten Angriff der Gäste vermiest. Nach Prso-Querpass von links war im Abwehrzentrum Ibertsberger indisponiert, Klasnic nützte die Unaufmerksamkeit eiskalt und ließ Payer aus kurzer Distanz keine Chance (11.).
Doch vor den Augen des frisch gebackenen Salzburg-Trainers Matthäus, der nach der Vertragsunterzeichnung nach Wien zum Ländermatch reiste, gelang Kapitän Ivanschitz - dem eindeutig stärksten Österreicher - drei Minuten später der Ausgleich. Ein Treffer der kuriosen Sorte, denn nach einem gefährlich angeschnittenen Corner des Mittelfeldspielers fing Goalie Pletikosa den Ball zwar, machte jedoch mit diesem - wie einst Schicklgruber im UEFA-Cup 1999/00 gegen Parma - einen zu großen Schritt zurück. Der deutsche Referee Fandel entschied auf Tor (14.).
Danach lief die über die vergangenen beiden Jahre eingespielte Maschinerie der Kroaten langsam zu Betriebstemperatur auf. Österreich verkaufte seine Haut weiterhin teuer (Aufhauser-Schuss in der 33. Minute), der spielerische Klassenunterschied war aber nicht zu übersehen. Vor allem das Sturmduo Klasnic/Prso war nicht in den Griff zu bekommen.
Zunächst rettete Ibertsberger nach einem Niko-Kovac-Kopfball auf der Linie (25.) und Payer nach Prso-Schuss (26.), doch in der 35. Minute machte Klasnic seinen Doppelpack komplett. Der Werder-Bremen-Stürmer tänzelte an den Innenverteidigern Scharner und Stranzl vorbei, umkurvte Payer und schloss sein sehenswertes Solo ab. Abermals ein Treffer, der ganz klar auf die Kappe der ÖFB-Defensive ging.
Entscheidung durch Babic
Nach der Pause prüfte Aufhauser mit einem Distanzschuss den eingewechselten Austria-Wien-Legionär Didulica (47.), auf der anderen Seite köpfelte Stranzl nach einem Kranjcar-Eckball an die eigene Stange (52.). Nach 55 Minuten machten die Kroaten dann den Sack zu: Babic konnte aus 18 Metern unbedrängt abziehen, sein Schuss wurde von Scharner ins kurze Eck von Payer abgefälscht - 1:3.
Die Kroaten spielten danach befreit und locker auf. Teamchef-Sohn Niko Kranjcar, Olic und Co. hatten auf Grund ihrer klaren technischen Überlegenheit phasenweise eine richtige "Gaude" mit den Hausherren, mit etwas mehr Nachdruck hätte es eine noch höhere Pleite geben können. Es fiel jedoch "nur" noch das 1:4, Balaban traf per Freistoß aus 20 Metern (70.), Payer machte dabei keinen allzu guten Eindruck. Vor allem Olic vergab danach noch einige Chancen für den WM-Auftaktgegner von Titelverteidiger Brasilien.
Für die Kroaten stehen vor der WM noch drei Tests auf dem Programm, allesamt gegen WM-Teilnehmer. Am 28. Mai heißt der Gegner in Osijek Iran, am 3. Juni geht es in Wolfsburg gegen Polen, am 7. Juni in Genf gegen Spanien. Die beim Fußball-Fest zum Zuschauen verurteilten Österreicher setzen ihre umfassende Spielserie vor der Heim-EM 2008 am 16. August in Graz gegen Ungarn fort.
(apa/red)










