Zwei Medaillen für Österreich bei Judo-EM: Paischer und Mitterfellner holen sich Bronze
- Beide mussten "Umweg" über Verliererrunde nehmen
Österreichs Judoka haben bei den Europameisterschaften in Tampere zwei Bronze-Medaillen geholt und damit für einen gelungenen Auftakt zu den Titelkämpfen gesorgt. Ludwig Paischer machte in der Klasse bis 60 kg den Anfang und sicherte sich über die Verliererrunde sein viertes EM-Edelmetall. Andreas Mitterfellner (-66) strahlte nur wenig später über seine erste EM-Medaille. Mit Sabrina Filzmoser ist heute die nächste Medaille für Österreich möglich.
Beide ÖJV-Judoka hatten nach einer Niederlage im Kampf um Edelmetall den "Umweg" über die Verliererrunde nehmen müssen. Paischer, der Europameister von 2004, haderte mit der knappen Aus gegen den Armenier Armen Nazarian, am Ende überwog beim Salzburger aber doch noch die Freude über die vierte Medaille bei europäischen Titelkämpfen. "Vor drei Wochen war ich mental noch am Boden. Ich habe zu viel trainiert und war komplett übersäuert", erklärte der Vizeweltmeister.
Auch Paischer-Trainer Gerhard Dorfinger hatte nach den jüngsten Wochen offenbar nicht mit Bronze gerechnet. "Ich weiß, was diese Medaille wert ist", meinte der Betreuer nach der Siegerehrung.
Für Andreas Mitterfellner erfüllte sich in Tampere erstmals der Traum von Edelmetall. Bisher war der Steirer nur bei Militär-Titelkämpfen auf dem Podest gestanden. "Es ist eine Genugtuung nach dem extrem schlechten Jahr 2005", freute sich der 24-Jährige aus Pöls, der in der Vorsaison längere Zeit mit einem Virus gekämpft und im Jahr zuvor nur knapp die Olympia-Qualifikation verpasst hatte.
(apa)
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