Schlechte Karten für Edmund Stoiber: 56% der Bayern wollen keine Kandidatur 2008
- 45% bewerten Arbeit des Ministerpräsidenten kritisch
- Umfrage: CSU würde aber absolute Mehrheit erhalten
Die CSU würde bei Wahlen in Bayern derzeit wieder eine absolute Mehrheit erhalten. Dies geht aus einer Emnid- Umfrage für das Nachrichtenmagazin "Focus" hervor. Allerdings spricht sich auch eine Mehrheit von 56 Prozent der Befragten gegen eine erneute Kandidatur von Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) als Spitzenkandidat bei der nächsten Landtagswahl 2008 aus. 45 Prozent bewerten die politische Arbeit des Regierungschefs kritisch. Unter den CSU-Anhängern bekannte jeder fünfte, er sei mit Stoibers Leistungen nicht zufrieden.
Wesentlich besser steht die CSU selbst dar, die bei Wahlen derzeit wieder eine absolute Mehrheit von 53 Prozent erzielen würde. Bayerns SPD liegt bei 23 Prozent. Stabil präsentieren sich die weiß-blauen Grünen mit neun Prozent. Die FDP könnte mit fünf Prozent nach langer parlamentarischer Abstinenz den Einzug in den Landtag schaffen.
Auf die Frage, wer Stoiber als Ministerpräsident am ehesten ersetzen könnte, nannten 46 Prozent der Befragten Innenminister Günther Beckstein (CSU), zwölf Prozent Wirtschaftsminister Erwin Huber (CSU) und fünf Prozent CSU-Fraktionschef Joachim Herrmann. 19 Prozent sprachen sich dafür aus, dass der deutsche Landwirtschaftsminister Horst Seehofer Ministerpräsident werden soll. 37 Prozent befürworten ihn darüber hinaus als neuen Parteivorsitzenden. Allerdings sprachen sich 56 Prozent dafür aus, dass Stoiber bis auf weiteres CSU-Vorsitzender bleibt.
(apa)
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