Neue Regierung Italiens löst Versprechen ein: Truppenpräsenz im Irak endet 2006
- 1. Soldaten im Juni retour, mit Jahresende alle weg
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Steuermaßnahmenpaket kündigt sich in Italien an
Italien wird nach den Worten von Außenminister und Vizepremier Massimo D'Alema seine Soldaten bis Jahresende aus dem Irak abziehen. Noch im Juni werde das bisherige Kontingent von etwa 2700 Mann auf 1600 verringert, sagte D'Alema der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" laut deren Internetausgabe vom Samstag. "Ende des Jahres wird unsere militärische Präsenz im Irak beendet sein."
Der Abzug werde mit der neuen demokratischen Regierung im Irak und mit den USA abgestimmt, fügte der Außenminister der Mitte-Links-Regierung von Ministerpräsident Romano Prodi hinzu. Das militärische Engagement solle durch ein ziviles ersetzt werden. Italien werde "die Regierung des Irak in ihrem so schwierigen Bemühen, stabile Institutionen zu schaffen, nach Kräften unterstützen".
Die italienischen Truppen würden nicht so schnell abgezogen wie die spanischen nach dem Wahlsieg des Sozialisten Jose Luis Rodriguez Zapatero 2004. "Es wird keine Flucht geben", sagte D'Alema. Italiens früherer Ministerpräsident Silvio Berlusconi hatte im Juli 2003 mehr als 3000 Soldaten in den Irak geschickt. Das italienische Kontingent ist im Süden des Landes in Nassiriya stationiert. Bei einem Anschlag waren zuletzt vier italienische Soldaten ums Leben gekommen. Im November 2004 wurden in Nassiriya 19 Italiener getötet. Die nunmehr regierende Mitte-Links-Allianz hatte die von Berlusconi herbeigeführte italienische Beteiligung an der Irak-Besetzung von Anfang an als "schweren Fehler" verurteilt und der abgewählten Regierung "Unterwürfigkeit" gegenüber den USA vorgeworfen.
(Schluss) er/ar (apa/red)
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