Brenzlige Situation in Istanbul: Flughafen steht in Flammen - Sabotage als Ursache?
- Großfeuer im Frachtbereich fordert drei Verletzte
- Rauchschwaden hüllen Airport ein - Flugbetrieb intakt

Brenzlige Situation in Istanbul: Ein Großbrand im Frachtbereich des Flughafens hat vorübergehend den Flugverkehr behindert. Drei Menschen erlitten Rauchvergiftungen, wie der stellvertretende Gouverneur Fikret Kasapoglu sagte. Der Brand sei durch Schweißarbeiten ausgelöst worden, berichtete der Fernsehsender CNN-Türk unter Berufung auf einen anderen stellvertretenden Gouverneur, Vedat Muftuoglu. Hinweise auf einen Terroranschlag gebe es nicht, sagte Muftuoglu.
Schwarzer Rauch stieg rund 30 Meter weit auf, wie auf Fernsehbildern zu sehen war. Tausende Menschen auf dem Flughafen brachten sich in Sicherheit, auch zahlreiche Frachtarbeiter rannten in Panik aus dem Gebäude. "Eine große schwarze Wolke kam, sie roch nach brennenden Kabeln, und das Dach fing zu brennen an", sagte der Arbeiter Omar Toplar. Eine Explosion habe es nicht gegeben.
Gouverneur Muammer Güler sagte, das Feuer habe hohen Sachschaden verursacht. Löschflugzeuge waren im Einsatz. Die Flughafenbehörde erklärte, der Brand werde allmählich unter Kontrolle gebracht. Die Flugsicherheit sei nicht beeinträchtigt, sagte ein Sprecher des Verkehrsministeriums. Es seien Vorkehrungen getroffen worden, um ein Übergreifen der Flammen auf die Passagierterminals zu verhindern. Teile von Lagerhallen stürzten ein.
Der private Fernsehsender NTV berichtete, der Brand sei in einem Bereich mit Treibstofflagern ausgebrochen. Flughafendirektor Irfan Balta sagte, Flugzeuge seien aus der Gefahrenzone gebracht worden.
Eine Maschine der Austrian Airlines, die auf dem Weg in die Türkei war, ist sicher auf dem Atatürk Flughafen in Istanbul gelandet.
Kurden-Gruppe bezichtigt sich der Sabotage
Nach dem Brand hat sich eine bewaffnete kurdische Gruppe der Sabotage bezichtigt. "Die Sabotage ist eine Antwort auf die Massaker des türkischen Staates gegen die Kurden", zitierte die pro-kurdische Nachrichtenagentur Firat aus einer E-Mail der Kurdischen Freiheitsfalken. Die Aktionen würden fortgesetzt, bis "die Vernichtung der Kurden durch den türkischen Staat aufhört, hieß es weiter.
Die TAK ist aus der Arbeiterpartei Kurdistans hervorgegangen. Sie hat den Türkei-Tourismus als ihr Hauptangriffsziel benannt und sich bereits zu mehreren Anschlägen bekannt. Beim blutigsten Attentat waren Mitte vergangenen Jahres im westtürkischen Badeort Kusadasi fünf Menschen getötet worden, darunter ein Brite und eine Irin.
(apa/red)
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