Für Freilassung: Haben Berlin, Rom und Paris Millionen für Irak-Geiseln bezahlt?
- Regierungen hatten Geldfluss stets dementiert
- Befreiung von Osthoff soll 3 Mio. $ gekostet haben
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Deutschland, Frankreich und Italien haben einem Bericht der britischen Tageszeitung "Times" zufolge 45 Millionen Dollar (rund 35 Millionen Euro) für die Freilassung von neun im Irak entführten Staatsbürgern bezahlt. Das Blatt beruft sich in seiner Montagausgabe auf Dokumente von irakischen Beamten, die bei den Freilassungen eine "entscheidende Rolle" gespielt hätten. Deutschland bezahlten demnach für die vor wenigen Wochen befreiten Ingenieure René Bräunlich und Thomas Nitzschke fünf Millionen Dollar, für die Freilassung von Susanne Osthoff im Dezember drei Millionen Dollar.
Wie die "Times" weiter berichtet, zahlte Frankreich für die Freilassung der Journalistin Florence Aubenas im Juni 2005 zehn Millionen Dollar und weitere 15 Millionen Dollar für die der beiden Journalisten Christian Chesnot und Georges Malbrunot im Dezember 2004. Die italienische Regierung habe für die Freilassung der Journalistin Giuliana Sgrena sechs Millionen Dollar bezahlt, die beiden Helferinnen Simona Torretta und Simona Pari seien für fünf Millionen Dollar freigekommen. Die britische Regierung habe dagegen niemals Lösegeld gezahlt.
Die Regierungen in Berlin, Paris und Rom hatten stets bestritten, dass für die Freilassung der Geiseln Lösegeld geflossen ist. Sowohl bei der Freilassung von Susanne Osthoff als auch bei jener der beiden deutschen Ingenieure hatte es schon Presseberichte gegeben, wonach solche Gelder gezahlt worden sein sollen.
(apa)
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