Wiener Städtische: Einstieg bei BAWAG nur
bei 'sehr sehr attraktivem' Angebot des ÖGB
- Engagement müsste wirtschaftlich sinnvoll sein
- Will seine Ost-Expansion nicht beeinträchtigen lassen
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Die Wiener Städtische Versicherung kann einem Einstieg bei der angeschlagenen Gewerkschaftsbank BAWAG wenig abgewinnen: Nach dem derzeitigen Informationsstand gebe es für die Städtische "nicht den geringsten Anreiz" einzusteigen, sagte Generaldirektor Günter Geyer bei der Präsentation der Quartalszahlen. Sollte der BAWAG-Eigentümer ÖGB wünschen, dass sich die Städtische in irgendeiner Weise bei der BAWAG engagiere, "müsste er uns ein sehr sehr attraktives Angebot machen. Andernfalls sehe ich keine Möglichkeit, dem BAWAG-Thema näherzutreten".
Die Städtische habe immer betont, dass ein eventuelles Engagement wirtschaftlich sinnvoll sein müsse. Die Meldungen, die kursierten, gäben nicht den geringsten Anreiz sich in irgendeiner Weise zu engagieren. Was immer mit der BAWAG geschehe, die Städtische werde sich beim Ausbau und Fortsetzen ihrer Expansion in Osteuropa nicht beeinträchtigen lassen. Wenn die Bank zum Verkauf ausgeschrieben wird, werde man sich aber die Unterlagen holen. Derzeit sei aber die ganze Struktur - Preisfrage, US-Vergleich, Situation der Bank selbst, Frage der Identifikation mit dem Eigentümer - für die Städtische in keiner Form interessant.
Bedingung für das Rettungspaket für die BAWAG sei der Vergleich in den USA. Den Anteil der Wiener Städtischen bezifferte Geyer heute mit voraussichtlich 25 Mio. Euro, vorausgesetzt, dass sich insgesamt vier Versicherungen beteiligen. Neben der UNIQA sollen dies auch Generali und Allianz sein. Die 25 Mio. Euro seien in Bundesanleihen gebunden, die BAWAG habe die Möglichkeit zu konsolidieren. Voraussetzungen seien die EU-Konformität bezüglich der Haftungen der Republik sowie Prüfungen hinsichtlich Konformität mit dem Bankwesengesetz und der Finanzmarktaufsicht (FMA). Die Sondergesellschaft (Special Purpose Vehicle) müsse in jeder Form in Ordnung sein.
(apa/red)
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