Nach Forderung der Ärztekammer nach Rauchverbot: Wirtschaft setzt sich zur Wehr
- Ministerin Rauch-Kallat denkt nicht an Änderungen
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Vehementer Widerstand in punkto Rauchverbot in Lokalen schlägt der Ärztekammer von Seiten der Wirtschaft entgegen: Die Gastronomen sind überzeugt, dass sich die Durchsetzung eines teilweisen Rauchverbots in Speiselokalen bis Jahresende ausgehen werde. Auch Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat (V) zeigte sich ablehnend.
20.000 "Speisen verabreichende Lokale" existieren hier zu Lande, sagte der Obmann des Fachverbandes Gastronomie, Helmut Hinterleitner, dem ORF-Mittagsjournal am Samstag. Zwei Drittel davon hätten schon die Teilung in Raucher- und Nichtraucherbereiche eingerichtet.
Ein generelles Rauchverbot, wie es die Ärztekammer gefordert hat, kommt für Hinterleitner nicht in Frage. Er pochte auf die wirtschaftlichen Auswirkungen: Rauchverbot bedeute Geschäftsverlust, bekräftigte er.
Rauch-Kallat denkt derzeit ebenfalls nicht an gravierende Änderungen bei den Nichtraucher-Vorschriften in Lokalen, wie der "Kurier" (Samstagsausgabe) berichtete. "Die Umsetzung der Nichtraucher-Plätze in den Gastrobetrieben funktioniert meiner Ansicht nach nicht schlecht. Die Wirtschaftskammer bemüht sich sehr, diese Plätze in allen Lokalen zu verankern", meinte die Ministerin.
Anfang 2007 sollen für säumige Gastronomen Strafen ausgehandelt werden. Erst, wenn diese Maßnahmen nicht reichen, sind für die nächste Legislaturperiode schärfere gesetzliche Regelungen vorgesehen. Ein striktes Rauchverbot in allen Lokalen schloss die Ministerin aus.
(apa)
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