Zu riskant: Extrembergsteigerin Kalten- brunner brach Besteigung des Lhotse ab
- Umkehr auf 8.400 Meter Höhe: 116 m unter Gipfel
·Kaltenbrunner steht am 9. Achttausender
Bergsteigerin bezwingt dritthöchsten aller Gipfel
·GRAFIK: Gerlinde
Kaltenbrunners Berge
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gelegenen Gipfel der Welt
Die oberösterreichische Alpinistin Gerlinde Kaltenbrunner ist bei ihrem Versuch, den 8.516 Meter hohen Lhotse zu bezwingen, gescheitert. Die derzeit erfolgreichste Höhenbergsteigerin der Welt, ihr deutscher Lebensgefährte Ralf Dujmovits und der Japaner Hirotaka Takeuchi entschieden sich laut Kaltenbrunners Expeditionstagebuch am Freitag-Nachmittag (Ortszeit) auf einer Höhe von 8.400 Metern zur Umkehr, da ihnen eine weitere Besteigung Richtung Gipfel als zu riskant erschienen war. Kaltenbrunner hatte erst am 14. Mai mit dem 8.586 Meter hohen Kangchendzönga ihren neunten Achttausender bezwungen.
Um 03.00 Uhr früh nepalesischer Zeit hatten die 35-Jährige aus Spital am Phyrn und ihre beiden Begleiter ihre Zelte in Lager III auf 7.300 Meter Höhe verlassen, um zum Gipfel des im nepalesisch-tibetischen Everestgebiet gelegenen Lhotse aufzubrechen. Äußerst anstrengende Spurarbeit ließ sie nur sehr langsam vorankommen und später als erwartet in Lager IV auf 7.800 m Höhe eintreffen. Rund 100 Höhenmeter unterhalb des Gipfels entschieden sich die Bergsteiger dann zum Abstieg. Die Aussicht auf einige Stunden Spurarbeit und ein notwendiges Biwak in großen Höhen sowie weitere Risiken durch die herannahende Dunkelheit hätten dafür den Ausschlag gegeben, heißt es in Kaltenbrunners Expeditionstagebuch (www.expedblog.com).
Nach einem erneuten Zwischen-Stopp im Lager III will das Trio am Samstag zum Basislager zurückkehren. Danach sind ein paar Tage Erholung in der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu vorgesehen. Erst für Mitte Juni ist die Rückkehr in europäische Gefilde geplant.
Neben dem Lhotse fehlen der Oberösterreicherin noch die beiden höchsten Berge Mount Everest (8.848 m) und K2 (8.611 m) sowie der Dhaulagiri (8.172 m) und der Broad Peak (8.047 m) auf ihrer alpinistischen Visitenkarte.
(apa/red)
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