Schulnachricht adé: Semesterzeugnis im Maturajahr soll 2007 abgeschafft werden
- Maßnahme soll "Notendruck" der Maturanten mildern
Ab dem kommenden Unterrichtsjahr soll es in den Maturaklassen kein Semesterzeugnis ("Schulnachricht") mehr geben. Das sieht die Regierungsvorlage des "Deregulierungsgesetzes 2006" vor, das im Nationalrat behandelt und an den Verfassungsausschuss weiter verwiesen werden soll. Ziel ist eine Entlastung der Maturanten vom "Notendruck", wie es in den Erläuterungen heißt.
In Maturaklassen an allgemein bildenden höheren Schulen (AHS) und an berufsbildenden höheren Schulen (BHS) stelle die Notwendigkeit der Beurteilung am Ende des ersten Semesters in der Schulnachricht eine "pädagogisch unzweckmäßige Verzögerung" dar, so die Materialien weiter. Der Dezember und Jänner des Maturajahrs seien erfahrungsgemäß sehr durch Prüfungen belastet, die nur einer eindeutigen Beurteilung im Semesterzeugnis dienen.
"Notendruck" soll wegfallen
"Ohne dass künftig Leistungsfeststellungen in dieser Zeit nicht mehr zulässig sein sollten, erscheint doch durch die Nichtausstellung der Schulnachricht ein gewisser 'Notendruck' wegfallen zu können", heißt es in den Erläuterungen. Dadurch verbleibe für die Lernarbeit mehr Zeit und werde eine verstärkte Konzentration auf die Matura möglich.
Zuletzt hatte vor allem die VP-nahe Schülerunion eine Reform des Maturajahres verlangt. (APA/red)
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