Donnerstag, 18. Mai 2006

Wer Bahn fährt, dem wird ab jetzt geholfen:
Die ÖBB-Empfangschefs für Kundenanliegen

  • Mit dunklem Anzug, roter Krawatte und Namensschild
  • In Wien, Linz, Innsbruck, Salzburg und bald in Graz

Die ÖBB wollen die Qualität der Kundenbetreuung steigern. Sichtbares Zeichen dafür sind die neuen Empfangschefs, die seit Anfang Mai am West- und Südbahnhof in Wien sowie in Linz, Innsbruck und Salzburg - und demnächst in Graz - die Fahrgäste umsorgen. Sie sind tagsüber in den Bahnhofshallen im Einsatz und sollen erste Ansprechpartner für alle Anliegen der Kunden sein.

Am Wiener Westbahnhof hat Viktor Eggler diese Aufgabe gemeinsam mit zwei Kollegen übernommen. In seiner neuen Funktion spricht er die Menschen in der Halle an, bietet Unterstützung oder dirigiert sie zu Schaltern mit geringerem Kundenandrang.

Uniformierte Helfer
Im Einsatz sind die mit dunklem Anzug, roter Krawatte und Namensschild ausgestatteten Empfangschefs täglich von 8.30 bis 19.00 Uhr. Am Westbahnhof, der täglich von mehr als 40.000 Fahrgästen frequentiert wird, hat er pro Stunde rund 50 Kundenkontakte, so Eggler. Dabei bekomme man natürlich auch den Ärger der Gäste zu verspüren, etwa wenn ein Zug versäumt wurde oder Verspätung habe.

ÖBB startet Qualitätsoffensive
"Wir haben eine Qualitätsoffensive im Personenverkehr gestartet, die mehr als notwendig war", betonte Wilhelmine Goldmann, Vorstandsdirektorin der ÖBB-Personenverkehr AG, bei der Präsentation. Nun investiere man bis 2008 rund 1,2 Mrd. Euro in neue Fahrzeuge, wovon zwei Drittel in den Nahverkehr fließen. Zur Qualitätsoffensive gehören aber auch neue Systeme zur Fahrgastinformation und ein verstärkter Einsatz für die - auch subjektive - Fahrgastsicherheit.
(apa/red)

18.5.2006 12:06