Verlängerte Skepsis gegenüber Microsoft:
US-Justiz will Monopol-Aufsicht erweitern
- Behörden unzufrieden mit der Erfüllung Microsofts
- Ausweitung der Kontrolle bis mindestens 2009 geplant

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Softwareriese rückt mit Windows-Infos heraus
Nach der EU-Kommission sind auch die US-Behörden unzufrieden damit, wie Microsoft Auflagen zur Kontrolle seines Windows-Monopols erfüllt. Das amerikanische Justizministerium forderte, dass der Softwarehersteller länger als vereinbart Wettbewerbern Informationen über den Programmcode des weltweit dominierenden Computer-Betriebssystems zur Verfügung stellt. Dies wird gebraucht, um Programme an Windows anbinden zu können.
Das Justizministerium forderte am Freitag eine Verlängerung der ursprünglich bis 2007 laufenden Vereinbarung um mindestens zwei Jahre, Microsoft erklärte sich bereit, die Informationen auch darüber hinaus bereitzustellen. Das Ministerium kritisierte die Qualität der von Microsoft vorgelegten Dokumentation und auch dass es zu lange dauere, sie zu verbessern. Die Entscheidung über eine Verlängerung der Auflagen wird von einem US-Gericht getroffen. Sie gehen auf eine außergerichtliche Einigung 2001 zurück. Damals stand auch eine Zerschlagung des weltgrößten Software-Konzerns zur Debatte.
Erfolg auf zweiter Front
In einem anderen Wettbewerbsstreit konnte Microsoft dagegen einen Erfolg verbuchen. Das US-Justizministerium entschied, dass die Suchfunktion in der neuen Version der Browser-Software Internet Explorer rechtens ist. Wettbewerber wie Google hatten kritisiert, dass der Explorer - mit 85 Prozent die meistgenutzte Software zur Internet-Navigation - mit den vorinstallierten Einstellungen auf Microsofts eigene Suchmaschine zurückgreife. Das Ministerium erklärte dazu, die Funktion respektiere die Wahlfreiheit von Nutzern und Computerherstellern und könne leicht verändert werden. (APA/red)
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