Donnerstag, 18. Mai 2006

Abfindung auf 52 Euro pro Aktie erhöht: Streuaktionäre nehmen Generali-Angebot an

  • Nach Hauptversammlung: "Alle haben zugestimmt"

In der Hauptversammlung der börsenotierten Generali Vienna AG ist Donnerstagabend doch noch ein Kompromiss mit den Streuaktionären gelungen: Das Unternehmen hatte das Abfindungsangebot letztlich auf 52 Euro pro Aktie erhöht. "Alle noch anwesenden Aktionäre haben diesem Kompromiss zugestimmt", teilte Kleinaktionärsvertreter Rasinger nach der mehr als zehnstündigen Sitzung mit.

Die 52 Euro gelten für alle Streuaktionäre, nicht nur für die bei der Hauptversammlung anwesenden. Rasinger war voll des Lobs für Generali - vor allem für Aufsichtsrats-Vorsitzenden Karner, dessen persönlichem Einsatz der Kompromiss zu verdanken sei. "Die Generali ist damit ihrer Reputation als faires Unternehmen gerecht geworden", meinte er. Durch ein Aufeinander-Zugehen sei ein "sehr vernünftiger Kompromiss" erreicht worden. Generali sei "über ihren Schatten gesprungen".

Die jetzige Abfindung sei doch "zumindest ein ordentlicher und herzeigbarer Abschied, auch wenn die meisten Aktionäre mit Trauer und Wehmut weggehen", sagte Rasinger. Trotz des Abschiedes sei so das positive Signal für den Kapitalmarkt gesetzt worden, "dass es auch möglich ist, zu Einigungen zwischen Streu- und Hauptaktionären zu kommen". (apa)

18.5.2006 21:56