Nur fünf Minuten fehlten auf 1000er: Eto'o beendet Arsenals Torsperre nach 995 Min.
- Gemeinsam mit Ersatzspieler Belletti CL-Matchwinner
- Ronaldhino hat nun sämtliche große Titel geholt
·Barca holt sich Krone in Champions League
Arsenal spielte trotz Rot für Lehmann lange mit
·Barcelona gewinnt die Champions-League
KLICKEN: Alle BILDER vom Finale und dem Jubel
·CL-Schiri: "Vielleicht zu früh gepfiffen"
Rote Karte für Lehmann: Hauge gesteht Fehler ein
·"Kann Gefühle gar nicht in Worte fassen"
KLICKEN: Alle Reaktionen
zum CL-Finale in Paris
·KLICKEN: Porträt des CL- Siegers Barcelona
1899 gegründeter Klub holte schon 18 Meistertitel
·PRESSESTIMMEN zu Barca's CL-Triumph
Lehmann-Ausschluss als Top-Thema in Berichten
·Lehmann: "Ich bin einfach nur traurig"
Arsenal-Goalie nach CL- Final-Pleite im Interview
·Champions League: Alle Ergebnisse 05/06
KLICKEN: Der Weg der Mannschaften ins Finale
·Alle Sieger des
Cups der Meister!
Von Real Madrid über
Liverpool bis Barcelona
Ronaldinho machte nach Barcelonas Champions-League-Triumph seinem Spitznamen "fröhlichster Fußballer der Welt" ("El Pais") alle Ehre. "Das ist unglaublich. Diesen speziellen Moment werde ich niemals vergessen", frohlockte Brasiliens Fußball-Superstar nach dem hart erkämpften 2:1-Finalsieg in St. Denis/Paris über Arsenal London, mit dem er nun sämtliche große Titel in der beliebtesten Ballsportart der Welt gewonnen hat.
Doch der Weltmeister 2002, Weltfußballer 2004 und 2005 sowie Europas Fußballer des Jahres 2005 war diesmal nicht der Matchwinner für Spaniens Meister. Diese Rolle teilten sich diesmal Kameruns wieselflinker Angreifer Samuel Eto'o, der den Ausgleich in Minute 76 besorgte, Siegtorschütze und Ersatz-Verteidiger Juliano Belletti aus Brasilien (80.) sowie Henrik Larsson. Schwedens Sturmtank, der so wie Belletti erst in Hälfte zwei kam, krönte seine Abschiedsvorstellung für "Barca" mit den beiden Ideal-Vorlagen zu den Treffern und wurde so zum "Man of the match".
Barca cashte heuer 18 Milionen Euro ab
Doch auch Ronaldinho hatte seinen Anteil am zweiten Triumph von Barcelona, der dem Klub insgesamt knapp 18 Millionen Euro an Prämien einbrachte, im wichtigsten Europacup-Bewerb nach dem Erfolg im Meistercup 1992. Sein Traumpass auf Eto'o nach 17 Minuten führte zum Ausschluss von Arsenals "unbezwingbaren" Rekord-Tormann Jens Lehmann. Der Deutsche war bis zu dieser "Notbremse" in der Champions League 763 Minuten ohne Gegentor geblieben.
Sein spanischer Ersatzmann Manuel Almunia und seine verbliebenen neun Kollegen hielten dann zwar lange dem Offensivdrang von Eto'o und Co. stand, doch nach 995 Minuten wurde die Torsperre der Londoner gebrochen. Nur vier Minuten später folgte der entscheidende Treffer, der Arsenals Niederlage besiegelte. Bei den beiden Gegentoren machte Almunia alles andere als gute Figur. Beim Ausgleich deckte er das kurze Eck schlecht ab, beim 1:2 wurde er Opfer eines "Gurkerls". Nicht von ungefähr kam deshalb am Donnerstag die "Daily Mail" zum Schluss: "Lehmann ruiniert den Traum."
Erstes Tor von Belletti für Katalanen überhaupt
Belletti war fassungslos nach seinem ersten Tor überhaupt für Barcelona: "Das ist schier unglaublich! Ich habe nicht einmal zu träumen gewagt, dass ich jemals in einem Finale einen Treffer erzielen werde. Für einen Verteidiger ist das ja auch alles andere als leicht." Vor allem angesichts der geballten "Barca"-Offensivabteilung, die da vor dem Außenverteidiger am Werke war, standen doch die letzte halbe Stunde der Partie mit Ronaldinho, Guily, Eto'o sowie den eingewechselten Iniesta und Larsson gleich fünf Stürmer auf dem Feld, um den Kopfball-Treffer von Englands Teamverteidiger Sol Campbell (37.) zu egalisieren.
Dieses enorme Risiko, das Barcelona-Trainer Frank Rijkaard nahm, führte zwar zunächst fast zum 0:2, denn sowohl Ljungberg (67.) als auch Henry (70.) vergaben hochkarätige Chancen für Arsenal, machte sich aber am Ende doch noch bezahlt für den niederländischen Coach, der bereits als Spieler 1995 in Wien mit Ajax Amsterdam die begehrteste Klub-Trophäe im Fußball erobert hatte. Ein solches "Double" war bisher nur vier Männern - dem Spanier Miguel Munoz, dem Niederländer Johan Cruyff sowie den Italienern Giovanni Trapattoni und Carlo Ancelotti - gelungen.
Barcelona-Coach: "Wir haben Sieg erwartet"
"Arsenal hat einen guten Job und ein gutes Spiel gemacht", lautete Rijkaards Analyse. "Es war alles andere als leicht, sie zu schlagen, doch das haben wir erwartet. Und nach dem Ausschluss, der das Spiel und die Taktik dramatisch verändert hat, wurde es sogar noch schwerer für uns. Und dann kam auch noch der Gegentreffer, der Arsenal noch einmal einen zusätzlichen Schub für den Teamgeist gab. Doch der Ausgleich hat dann ihren Widerstand gebrochen. Danach haben wir das Match kontrolliert. Es ist ein großartiges Gefühl, so ein spezielles Match zu gewinnen."
Wie Rijkaard lobte Eto'o die Leistung des gesamten Starensembles der Katalanen. "Es war nicht meine oder Bellettis Nacht. Es war die Nacht von Barca", betonte der Kameruner. "Um solch einzigartige Momente zu erleben, bin ich nach Barcelona gekommen." Und Afrikas bekanntester und im Moment vielleicht auch bester Fußballer verriet auch noch das Erfolgsgeheimnis, das zum Triumph führte: "Nachdem wir im vergangenen Jahr im Finale gesehen hatten, wie Liverpool gegen Milan ein 0:3 aufgeholt hatte, wussten wir, dass wir weiterkämpfen mussten. Deshalb besannen wir uns alle in der Pause an Liverpools Vorjahresleistung - mit Erfolg."
(apa/red)
Deutsche Liga
Premier League
Serie A
Primera Division