Montag, 15. Mai 2006

Nach erst 4 Rennen: Spaniens Jungspund Daniel Pedrosa fährt erstmals allen davon!

  • Österreicher Mike Leitner ist Cheftechniker des Stars

Nicht nur Formel-1-Star Fernando Alonso hat für spanische Motorsport-Geschichte gesorgt. Sein erst 20-jähriger Landsmann Daniel Pedrosa hat mit dem ersten WM-Sieg in der MotoGP-Klasse sein Riesentalent auf zwei Rädern bestätigt und bewiesen, dass er der "Valentino Rossi der Zukunft" ist. Mit dem spanischen Junior freut sich beim Motorrad-GP von China auch ein Österreicher. Ex-Rennfahrer Mike Leitner ist seit Jahren Cheftechniker des Spaniers.

Obwohl er in der 125er- und dann zuletzt zweimal in Folge in der 250er-Klasse Weltmeister geworden war, hatten viele dem nur 1,58 m großen Spanier nicht zugetraut, auch auf Anhieb in der Königsklasse der Motorrad-WM zu triumphieren. Doch Pedrosa, der im Gegensatz zu Rossi ein stiller und zurückhaltender Typ ist, könnte zusammen mit dem derzeit in der WM führenden US-Amerikaner Nicky Hayden Honda tatsächlich zurück zum Erfolg führen. Rossi hatte mit seinem Weggang zu Yamaha bekanntlich auch den Erfolg mitgenommen.

Nach vier Rennen schon Top!
Nur vier Rennen hat "Little Dani" benötigt, um nach 24 Siegen in den kleineren Klassen nun auch im MotoGP zu triumphieren. Er war damit deutlich schneller als Rossi, der 2000 neun Rennen warten musste, bis es mit dem Sieg in Großbritannien endlich so weit war. "Siegen ist immer besonders. Es aber auch auf diesem Level zu schaffen, ist ganz außergewöhnlich für mich", sagte der leichtgewichtige Jungspund aus Sabadell.

In der Weltmeisterschaft liegt Leitner-Schützling Pedrosa nach vier Rennen auf Platz drei, damit aber immer noch drei Plätze vor dem kriselnden Superstar Rossi. Der italienische Weltmeister blieb am Sonntag im China-GP punktlos und ist nur WM-Sechster.

Für weitere positive Akzente in rot-weiß-rot sorgte dafür in Shanghai das Red-Bull-KTM-Team. Mika Kallio verkürzte mit seinem ersten Saisonsieg in der 125er-Klasse den WM-Rückstand auf Alvaro Bautista (ESP) auf 28 Zähler und der Japaner Hiroshi Ayoama bewies als Dritter in der Viertelliter-Klasse, dass sein Premieren-Sieg auf dem österreichischen Motorrad in Istanbul kein Zufall war.

(APA/red)

15.5.2006 12:24