'Geisteskrank': Ahmadinejad greift Gegner des iranischen Atom-Programms scharf an
- Iran befinde sich mit keinen anderen Land in Konflikt
- EU, USA, China & Russland treffen Iran erst später
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70 % sehen militärischen Nutzen in Atomprogramm
Im Streit um das Atomprogramm seines Landes hat der iranische Präsident Mahmoud Ahmadinejad seine Gegner erneut scharf angegriffen. Wer sich gegen den Fortschritt anderer Völker ausspreche, sei "geisteskrank" und müsse sich behandeln lassen, sagte Ahmadinejad nach Angaben der Nachrichtenagentur Isna bei einer Rede in dem Bezirk Sarandieh.
Seine Regierung befinde sich "mit niemandem" im Konflikt, werde aber weiter auf dem Recht des Iran auf eine eigene Nuklearforschung beharren. "Milliarden Menschen auf der ganzen Welt" hätten die Erfolge des iranischen Atomprogramms gefeiert, betonte Ahmadinejad im Hinblick auf die vor einigen Monaten wieder aufgenommene Urananreicherung, die von den USA und der EU scharf kritisiert wird.
Bereits zuvor hatte der iranische Staatschef die von der EU angekündigten Anreize verhöhnt, mit denen Teheran zum Stopp der Urananreicherung bewegt werden soll. "Sie glauben, sie können unser Gold bekommen und uns im Tausch dafür ein paar Nüsse und Schokolade geben", sagte er in einer Rede.
Ein geplantes Treffen der Europäischen Union, der USA, Chinas und Russlands zum Atomstreit mit dem Iran wurde mit der Begründung verschoben, das Angebot des europäischen Verhandlungstrios aus Deutschland, Frankreich und Großbritannien müsse noch genauer vorbereitet werden. Die EU und die USA fürchten, der Iran könnte unter dem Deckmantel eines zivilen Atomprogramms an einer Atombombe arbeiten. (APA/red)
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