Hätte Sizilien mit Festland verbunden: Prodi-Regierung kippt 6 Mrd.-Brückenprojekt
- "Das Unsinnigste und Schädlichste seit 100 Jahren"
- Berlusconis Prestigeprojekt sollte fast 4 km lang sein

Die neue italienische Regierung hat den Plan zum Bau einer sechs Milliarden Euro teuren Brücke über die Meerenge von Messina nach Sizilien auf Eis gelegt. Das Großprojekt der Vorgängerregierung von Silvio Berlusconi sei "das Unsinnigste und Schädlichste für Italien in den vergangenen hundert Jahren", sagte Verkehrsminister Alessandro Bianchi kurz nach seiner Vereidigung.
Die neue Regierung werde das umstrittene Projekt keinesfalls unterstützen. Auch der neue Unmweltminister Alfonso Pecoraro Scanio erteilte dem Plan eine Absage.
Berlusconi wollte Sizilien an Festland binden
Nach den Plänen der Regierung Berlusconi war die Brücke das wichtigste Bindeglied einer transeuropäischen Fernstraße vom sizilianischen Palermo nach München und Berlin. Sie sollte 3.690 Meter lang sein und bis zu 64 Meter über dem Meer verlaufen. Ursprünglich sollte in der zweiten Jahreshälfte 2006 mit dem Bau begonnen werden. In der Vergangenheit hatten Umweltaktivisten wiederholt gegen die "Monsterbrücke" protestiert. (APA/red)
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