Im offenen Cabrio durch Straßen: Flitzerin des EULAC-Gipfels in Heimat groß gefeiert
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Ganz im Stile einer frischgebackenen Olympiasiegerin ist Dienstagnachmittag (Ortszeit) die Bikini-Aktivistin und Karnevalskönigin, Evangelina Carrozo, nach ihrem "Flitzer"-Protest beim Wiener EULAC-Gipfel in ihrer Heimatststadt Gualeguaychu empfangen worden. Argentinische TV-Stationen zeigten, wie die 25-Jährige von einem offenen Cabrio aus den Hundertschaften begeisterter Anhänger zuwinkte.
Der von Greenpeace angeheuerten Aktivistin fehlte es nicht an den dazugehörigen Emotionen, Tränen kullerten ihr beim Triumphzug über die Wangen. Nachher war freilich schon wieder eine Pressekonferenz angesetzt. Am Mittwoch soll die Studentin der Ernährungswissenschaften als neuer Shooting-Star bei Botschafts-Demonstrationen in Buenos Aires auftreten.
Carrozo, die sich mittels einer Presseakreditierung Zugang zum Lateinamerika-Gipfel verschafft hatte, nutzte am vergangenen Freitag die Gelegeneheit, um beim gemeinsamen Gruppenfoto der Staats- und Regierungschefs spärlich bekleidet und mit einem Transparent in der Hand gegen die Errichtung von zwei Zellulosefabriken in Uruguay zu demonstrieren. Selbst Staatspräsident Nestor Kirchner hat ihr nach eigenen Angaben zum spektakulären Protest gratuliert, wenngleich die argentinische Regierung betonte, mit der Aktion nichts zu tun zu haben.
Das in der argentinischen Provinz Entre Rios - am anderen Flussufer des Rio Uruguay, wo die umstrittenen Anlagen errichtet werden - gelegene Gualeguaychu ist zum Symbol des Widerstandes gegen die befürchtete Umweltverschmutzung avanciert. Der Streit hat neben Grenzblockaden auch zu heftigen diplomatischen Verstimmungen zwischen den Regierungen in Buenos Aires und Montevideo geführt. Auch mit Finnland und Spanien, jenen Ländern, aus denen die beteiligten Baufirmen Botnia und Ence stammen, ist es auf argentinischer Seite zu Kontroversen gekommen.
(apa/red)
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