Böser Ärger im Grünen: Alle 13 Minuten verletzt sich ein Heim- oder Gartenarbeiter
- Arbeit mit der Kreissäge als häufigste Unfallursache
- Männer sind drei Mal öfter betroffen als Frauen
Alle 13 Minuten verletzt sich ein Heimwerker oder Gartenarbeiter in Österreich so schwer, dass er im Spital behandelt werden muss. Rund 40.000 Menschen verunglücken im Jahr bei Arbeiten im Garten oder den eigenen vier Wänden, hieß aus dem Kuratorium für Verkehrssicherheit. Das entspricht zehn Prozent aller Unfälle in den Bereichen Heim, Freizeit und Sport.
Am häufigsten sind Zwischenfälle mit einer Kreissäge. Etwa 3.300 Arbeiten enden mit einer Handverletzung. Das Abrutschen mit der Bohrmaschine ist mit rund 2.100 Verunglückten Unfallursache Nummer Zwei. Etwa 1.300 Heimwerker verletzen sich ihre Finger unter anderem mit einer Hacke oder Axt. Männer sind von Heimwerkerunfällen drei Mal häufiger betroffen als Frauen.
Die Verletzungen seien oft eine Folge unzureichender Vorbereitung, so Rupert Kisser vom KfV. Nur die Hälfte der Heimwerkenden beachtet Anleitungen von Handsägen, Lötgeräten oder elektrischen Heckenscheren. Hinzu komme, dass beim Umgang mit den Geräten das Prinzip "Learning by Doing" überwiege. Nur 29 Prozent lassen sich die Anwendung von Eltern, Großeltern oder Freunden erklären. Ein Prozent informiert sich im Baumarkt.
(apa/red)
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