Bis der Arzt kommt: Gewaltiger Andrang
auf Medizinische Privat-Uni in Salzburg
- 633 Bewerber hoffen auf einen von 42 Studienplätzen
- Allerdings keine "Flüchtlinge" von öffentlichen Unis
An der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität in Salzburg unterziehen sich gerade 633 Interessenten einem mehrstufigen Aufnahmeverfahren. "Es sind so viele Bewerber wie noch nie", erklärt die für Studienangelegenheiten zuständige Dekanin Monika Killer. Doch dass dieser Andrang auf die Beschränkungen bei Studienplätzen an den öffentlichen Medizinuniversitäten zurückzuführen ist, glaubt sie nicht: "Dann müssten es mindestens drei Mal so viele sein."
An der PMU in Salzburg werden pro Jahr 42 Studienplätze angeboten. Waren es im ersten Jahr 408 Interessenten, kletterte die Zahl im Vorjahr auf 553 Bewerber. Auch der Anteil der potenziellen Studierenden aus Deutschland hat sich seit dem EuGH-Urteil nicht signifikant verändert, berichtet Killer. Rund ein Drittel der Bewerber kommt aus Deutschland. Heuer sind auch Kandidaten aus Italien, der Türkei, Israel, Finnland, Schweden und Äthiopien unter den jungen Menschen, die in Salzburg die Aufnahmeprüfung absolvieren.
"Die Interessenten erkundigen sich im Vorfeld schon sehr intensiv, was sie in Salzburg erwartet", beschreibt Killer. Deshalb würden sich dann nur jene Personen dem Aufnahmeverfahren stellen, die auch wirklich entschlossen seien, das Studium an der PMU konsequent durchzuziehen.
Die Kandidaten werden nach einer umfassenden Bewerbung zu schriftlichen Tests eingeladen. Die besten 120 Bewerber erhalten die Gelegenheit zu einem Aufnahmegespräch. Ende Juni werden dann jene 42 Personen, die in Salzburg einen Studienplatz erhalten haben, informiert.
Das Studium an der PMU kostet 8.500 Euro pro Jahr und dauert fünf Jahre. Im Herbst startet der vierte Jahrgang in Salzburg.
(apa/red)
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