400.000 Moslems in Österreich: Islamische Glaubensgemeinschaft ist Dachorganisation
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In Österreich leben heute zwischen 390.000 und 400.000 Moslems, so die Schätzung der Islamischen Glaubensgemeinschaft. Das entspricht einen Bevölkerungsanteil von 4,9 Prozent. Die letzte offizielle Statistik stammt aus dem Jahr 2001, also von der letzten Volkszählung. Damals wurden 338.998 Moslems in Österreich registriert.
Organisiert sind die Moslems in Österreich in zahlreichen Vereinen und im Umfeld von rund 200 Moscheen. Dachorganisation der anerkannten Religionsgemeinschaft ist die Islamischen Glaubensgemeinschaft. Diese ist weniger straff organisiert als etwa die Katholische Kirche. Zuständig ist sie u.a. für die Ernennung der Imame, der Geistlichen der Moscheen und den islamischen Religionsunterricht an Schulen.
Finanziert werden die Moscheen und Vereinen nach Angaben der Islamischen Glaubensgemeinschaft ausschließlich durch Beiträge und Spenden der jeweiligen Mitglieder. Finanzielle Hilfe aus dem Ausland - etwa aus dem arabischen Raum - sei kein Thema.
Islamischer Religionsunterricht seit 1982
Islamischen Religionsunterricht an den Schulen gibt es seit dem Schuljahr 1982/1983. Laut Glaubensgemeinschaft werden derzeit von 350 Lehrern rund 40.000 Kinder und Jugendliche betreut. Die Ausbildung der Lehrer erfolgt an einer eigenen Islamischen Religionspädagogischen Akademie.
Die staatliche Anerkennung der Muslime geht auf das Islamgesetz von 1912 zurück. 1979 wurde die Islamischen Glaubensgemeinschaft als Körperschaft Öffentlichen Rechts gegründet, an deren Spitze seit 1999 der gebürtige Syrer Anas Schakfeh steht.
Exekutivorgan der Glaubensgemeinschaft ist der zwölfköpfige "Oberste Rat". Er wird gewählt vom Schura-Rat, den wiederum die Gemeindeausschüsse der vier Sprengel Wien (für Wien, Niederösterreich und Burgenland), Graz (Steiermark, Kärnten), Linz (Oberösterreich, Salzburg) und Bregenz (Vorarlberg, Tirol) beschicken. (apa)
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