"Rock me Amadeus": Falco-Briefmarke wird am Wiener Zentralfriedhof präsentiert
- Mozart-Bezug - Auflagenhöhe von 800.000 Stück
- Sonderstempel und Sonderpostamt eingerichtet

Im März 1994 warteten noch viele Fans vor und im Moulin Rouge in Wien, ob er nun zur Präsentation seiner Briefmarke kommt oder nicht. Falco kam nicht. Zwölf Jahre später kommt die Post zu ihm. Am Donnerstag wurde zum Ersttag der zweiten Falco-Briefmarke, die mit "Rock me Amadeus" auch einen Mozart-Bezug hat, am Wiener Zentralfriedhof ein Sonderpostamt eingerichtet.
Das Wertzeichen zum Nennwert von 0,55 Euro (Inlandsbrief und -postkarte) wurde in einer Auflagenhöhe von 800.000 Stück produziert. Parallel zum Sonderpostamt wurde im Rahmen einer Pressekonferenz im Schloss Neugebäude, dem "Vorgänger" von Schönbrunn, gleich gegenüber vom Zentralfriedhof, die Briefmarke präsentiert.
Falco wurde am 19. Februar 1957 als Hans Hölzel in Wien geboren. Nach der Trennung seiner Eltern wuchs er unter der Obhut seiner Mutter und seiner Großmutter auf. Mit 16 Jahren verließ er die Schule und hielt sich mit verschiedenen Gelegenheitsjobs über Wasser. Während des Präsenzdienstes entdeckte er die Bassgitarre als sein Instrument und besuchte für ein halbes Jahr das Wiener Musikkonservatorium.
Von der Singleauskopplung "Der Kommissar" seiner ersten Solo-LP "Einzelhaft" (1981) wurden sieben Millionen Tonträger weltweit verkauft. 1985 war Falco schließlich den Schuhen des Austropop endgültig entfleucht: Die LP "Falco 3" sowie die Singles "Vienna Calling" und "Jeanny" wurden europaweit zum Verkaufsschlager, "Rock Me Amadeus" stellte alles in den Schatten, was ein deutschsprachiger Musiker jemals zuvor erreicht hatte.
Am 6. Februar 1998 verunglückte Falco, 40 Jahre alt, bei einem Autounglück in seiner Wahlheimat, der Dominikanischen Republik. Er wollte mit seinem Mitsubishi Pajero-Geländewagen zwischen den Ferienorten Puerto Plata und Sosua von einem Parkplatz eines Lokals in eine Landstraße einbiegen. Falco prallte gegen einen entgegenkommenden Autobus. Der Popstar war auf der Stelle tot.
(apa/red)
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