Dienstag, 20. März 2007

Kräftige Impulse für den Wiener Weinbau - Michael Häupl als "oberster Vermarkter"

  • WienWein: Zusammenschluss der Winzer-Elite
  • Häupl: "Der echte Heurige muss erhalten bleiben"

Vier der besten Wiener Winzer feierten mit einer großen Verkostung in der Secession den Zusammenschluss zum neuen Qualitätsverbund WienWein. Gleichzeitig deklarierte sich Bürgermeister Häupl als "oberster Vermarkter" des Wiener Weins und verteidigte seinen persönlichen Einsatz in Sachen Wein.

Es gibt keinen Grund, warum Wiener Wein nicht zu den allerbesten des Landes gehören sollte. Es gibt alle Bodenarten und Kleinklimata für große Weine und es gibt erfahrene und engagierte Winzer, die für jede Rebsorte die ideale Lage finden. Experten waren daher wenig überrascht, als sich Wiener Weine unter den höchstbewerteten des Landes fanden.

Neue Qualitätsstandards
Eine Gruppe leidenschaftlicher Wiener Winzer hat sich zusammengetan, um gemeinsam neue Qualitätsstandards für Wiener Wein zu setzen. Rainer Christ, Michael Edlmoser, Fritz Wieninger und Richard Zahel arbeiten nun gemeinsam daran, dass Wein aus Wien auch weltweit für Trinkgenuss und höchste Qualität geschätzt wird.

Kein Problem mit Schwerindustrie
Zahel berichtete von einem ausbaufähigen Bekanntheitsgrad und überraschten Reaktionen, wenn er - wie unlängst in Moskau - Wiener Wein vorstellt. Auf die Frage von russischen Weinfreunden, ob es denn kein Problem mit der Schwerindustrie gäbe, antwortete er: "Nein, denn die habt ihr ohnehin schon nach dem Krieg abtransportiert".

Bekenntnis zur Heurigenkultur
Dass Heurigenkultur und Qualtitätswein kein Widerspruch sein muss, beweisen die vier Erfolgswinzer überzeugend, denn jeder von ihnen hat auch einen Heurigenbetrieb. Auch Michael Häupl forderte am Montag den Weiterbestand des "echten Heurigen", bei dem vom Produkt bis zum Verkauf alles aus der Hand des ortsansässigen Winzers stamme.

Häupl mit persönlichem Einsatz
Häupl verteidigte seinen persönlichen Einsatz in der Vermarktung des Wiener Weins: "Ich denke, dass es einem Bürgermeister wohl ansteht, einen ordentlichen Wiener Wein zu trinken." Anlässlich der Vorstellung der Marketing-Aktivitäten für den Wiener Wien spöttelte der Bürgermeister über jene Kritiker, die ihm vorwerfen würden, oftmals mit einer Hand am Weinglas und der anderen in der Hosentasche zu sehen zu sein. "Diesen Kritikern sage ich, tun Sie das, das steigert meine Popularität".

www.wienerwein.at
www.weingut-christ.at
www.edlmoser.at
www.wieninger.at
www.zahel.at

20.3.2007 10:54