Montag, 8. Mai 2006

Betrogene Partner leiden auch körperlich: Beschwerden wie bei schwerem Trauma

  • Einschlaf- & Konzentrationsprobleme häufige Folgen
  • Seitensprung ist in den meisten Fällen nicht einmalig

Betrogene leiden laut einer Studie nicht nur seelisch, sondern auch körperlich. Bei Betroffenen könne es zu monatelangen physischen und psychischen Beeinträchtigungen kommen, ergab eine Untersuchung des Instituts für Psychologie der Göttinger Universität. Die Studie wurde im Auftrag des Nachrichtenmagazins "Focus" erstellt. Befragt wurden 3.334 heterosexuelle Frauen und Männer, die von ihrem Partner betrogen worden waren.

Danach ähneln die Beschwerden denen nach einem schweren Trauma. 66 Prozent der Männer und 61 Prozent der Frauen klagen beispielsweise über Ein- und Durchschlafprobleme, 69 beziehungsweise 62 Prozent über Konzentrationsschwierigkeiten. 68 beziehungsweise 69 Prozent fühlen sich nach dem Negativ-Erlebnis von Zukunftsängsten getrieben.

Aus der Studie ergeben sich laut "Focus" auch Daten über das Verhalten der Untreuen. So sei der One-Night-Stand eher ein Mythos. Nur bei zwölf Prozent der untreuen Männer und neun Prozent der untreuen Frauen war der Seitensprung einmalig. Die meisten (41 und 46 Prozent) gingen von einem Monat bis zu einem halben Jahr fremd, 29 beziehungsweise 23 Prozent länger als ein halbes Jahr. Als Motiv für Seitensprünge wird in den meisten Fällen sexuelle Unzufriedenheit mit dem Partner angegeben. (APA/red)

8.5.2006 09:24