Zuverdienstgrenze beim Kindergeld:
Haubner plädiert weiter für Abschaffung
- Sozialministerin sieht Modifikationsbedarf
·Kindergeld: Zahl der Bezieher stagniert
August: Stabiler Wert bei knapp 165.000 Beziehern
Sozialministerin Haubner plädiert weiter für eine Abschaffung der Zuverdienstgrenze beim Kinderbetreuungsgeld. Die Forderung wird nun durch die Ergebnisse einer am Dienstag präsentierten Evaluierungsstudie des Österreichischen Instituts für Familienforschung gestützt. Demzufolge ist die Akzeptanz des Kinderbetreuungsgeldes vier Jahre nach seiner Einführung bei der Bevölkerung unverändert hoch.
Gemeinsam mit Insituts-Chef Mazal und Projektleiter Kapella stellte Haubner in Wien die Ergebnisse der seit über sechs Jahren laufenden Evaluierung vor. Verbessert hat sich die Situation vor allem für Studenten und Hausfrauen. Laut Kapella sei eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Erwerb erreicht worden.
Modifikationsbedarf herrscht vor allem in der Regelung der Zuverdienstgrenze. Durch die begrenzte Zuverdienstmöglichkeit sei im Vergleich zum früheren Modell der Handlungsspielraum für eine Erwerbstätigkeit vergrößert worden. Eingeschränkt wird dieser Handlungsspielraum allerdings durch die Höhe der Zuverdienstgrenze.
Auch die geringe Väterbeteiligung ergibt sich durch die Höhe der Zuverdienstgrenze: Für unselbstständige Väter konnte die Teilzeitkarenzregelung nicht mit übernommen werden. Ebenso sei die Situation für Frauen, die später Kinder bekommen und einer höheren Einkommensklasse zuzuordnen sind, oder für Personen, die Teile der Karenz mit Geldbezug aufschieben wollen, ungünstiger geworden. Ein am Einkommen orientiertes Kindergeld lehnte Haubner aber nach wie vor ab. (apa)

