"Habe meinen Teil beigetragen": Boro-"Mad Dog" Emanuel Pogatetz im Interview
- ÖFB-Teamverteidiger schaut wegen Verletzung nur zu
- Wird wieder der Alte: "Keine bleibenden Schäden"
Emanuel Pogatetz ist mit dem FC Middlesbrough in der UEFA-Cup-Final-Stadt Eindhoven gelandet. Auf Grund seiner Ende März im Viertelfinal-Hinspiel gegen den FC Basel erlittenen schweren Gesichtsverletzung fiel der Österreicher für das Match gegen den FC Sevilla allerdings aus. Im Interview mit der APA sprach der ÖFB-Teamverteidiger über seinen Gesundheitszustand, die Beförderung seines Trainers zum englischen Teamchef und seine unverminderte Kampfeskraft, die ihm auf der Insel den Beinamen "Mad Dog" eingebracht hat.
Wie weh tut es Ihnen, dass Sie das UEFA-Cup-Finale Ihres Klubs
Middlesbrough am Mittwoch nur von der Tribüne aus mitverfolgen
dürfen?
Pogatetz: "Sicher tut es weh, dass ich im Halbfinale und im Finale nicht mehr dabei sein konnte. Und das Finale gegen Sevilla ist
sowieso der Höhepunkt schlechthin. Aber ich habe mich damit längst
abgefunden und würde mich im Falle eines Sieges genauso freuen, als
ob ich mitgespielt hätte. Denn auch ich habe meinen Teil dazu
beigetragen."
Seit Ihrer schweren Gesichtsverletzung ist nun mehr als ein
Monat vergangen, wie schaut es mit den gesundheitlichen Fortschritten
aus?
Pogatetz: "Es läuft ganz gut. Seit einer Woche bin ich wieder in
England und absolviere dort eine Art Rehab-Programm. Derzeit
trainiere ich in der Kraftkammer und auf dem Rad, mehr darf ich noch
nicht. Denn es wäre gefährlich, wenn ich derzeit einen harten Schlag
gegen den Kopf abgekommen würde. Ab und zu habe ich in der Früh
Kopfschmerzen und beim Schnäuzen kommt manchmal Blut aus der Nase.
Aber mit Beginn der kommenden Saison werde ich ganz sicher wieder
voll fit sein. Es wird keine bleibenden Schäden geben."
Muss man sich Sorgen machen, dass die schwere Verletzung
psychische Folgen hinterlässt? Wird der "Mad Dog" etwas zahmer
werden?
Pogatetz: "Keine Sorge, wenn es nach mir gehen würde, würde ich schon wieder spielen. Ich werde keine einzige Sekunde an die
Verletzung denken, das gehört zum Fußball dazu."
Ihr Trainer Steve McClaren steht nicht nur auf Grund der großen
UEFA-Cup-Erfolge im Rampenlicht. Was sagen Sie zu seiner Beförderung
zum englischen Teamchef?
Pogatetz: "Auf der einen Seite ist es schade, denn McClaren ist
jener Trainer, der mich auf die Insel geholt und mir dort viel
Einsatzzeit gegeben hat. Auf der anderen Seite hat er es sich verdient, er ist die beste Lösung. Für mich heißt es dann, unter dem neuen Trainer
Vollgas zu geben."
(APA/red)
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