Samstag, 13. Mai 2006

"Es ist mir egal, wer mein Teamkollege ist":
Räikkönen sondiert Angebote in aller Ruhe

  • Schumi-Entscheidung spielt für den Finnen keine Rolle
  • Verhältnis zu Teamchef Dennis nicht mehr optimal?

Die Tatsache, dass Michael Schumacher erst mit Saisonende über seine sportliche Zukunft entscheiden will, bringt Kimi Räikkönen bei seiner Teamwahl für die WM 2007 nicht aus der Ruhe. "Es ist mir egal, wer mein Teamkollege ist. Das habe ich oft genug gesagt. Und dabei bleibt es", meinte der Finne vor dem Grand Prix von Spanien.

Der McLaren-Mercedes-Pilot soll Ferrari im Wort stehen und bereits in der nächsten Saison einen Boliden der Italiener steuern. Doch auch von Renault wird der Vize-Weltmeister umworben. Der 26-Jährige könnte bei den Franzosen den Spanier Fernando Alonso ersetzen, der im kommenden Jahr zu den Silberpfeilen wechselt.

Räikkönen will endlich Weltmeister werden. Bei McLaren dürfte er auch in der laufenden Saison kaum noch Chancen haben, ganz nach vorne zu fahren. "Es ist klar, dass er frustriert ist", sagte sein Teamchef Ron Dennis. "Ich respektiere alles, was er getan hat, und alles, was er ins Team eingebracht hat. Ich werde das auch weiterhin tun, wenn er eines der Angebote annimmt, die er hat."

Doch so richtig gut scheint das Verhältnis zwischen Teamchef und Fahrer nicht zu sein. "Es gibt nur sehr, sehr wenige Leute, die Kimi wirklich verstehen. Ich bin mir noch nicht einmal sicher, ob er sich immer selbst versteht", sagte Dennis. Der McLaren-Teamchef hat sich mit Alonso frühzeitig den aktuellen Weltmeister geangelt und muss für das nächste Jahr nur noch Fahrer Nummer zwei suchen.

"Es ist noch früh in der Saison, wir müssen noch keine Entscheidung treffen", sagte Dennis, der vor dem sechsten Grand Prix der Saison der Frage auswich, ob er Räikkönen oder dessen Teamkollegen Juan Pablo Montoya aus Kolumbien als Partner von Alonso bevorzugen würde. (apa/red)

13.5.2006 13:33
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