Kampf um Formel-1-Titel wieder spannend: Schumacher macht seine Konkurrenz nervös
- Nürburgring-Sieger: "Wir haben besseres Paket"
- Alonso fordert Leistungssteigerung von Renault
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Sieg am Nürburgring
Alonso auf Platz 2, Klien in 29. Runde ausgerollt
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Wie wird die erste Saison ohne Legende "Schumi"?
Michael Schumacher hat das alte Kräfteverhältnis in der Formel 1 wieder hergestellt und seinen Widersacher Fernando Alonso eine Woche vor dessen Heim-Grand-Prix in Spanien nervös gemacht. Mit dem Triumph auf dem Nürburgring haben der Rekord-Weltmeister und Ferrari erstmals seit eineinhalb Jahren eindrucksvoll demonstriert, dass sie trotz der desaströsen Vorsaison das Zeug zur Nummer eins in der Königsklasse des Motorsports besitzen.
"Wer jetzt noch Zweifel hat, der tut mir Leid", sagte Schumacher und stellte damit klar, dass er trotz des weiterhin großen Rückstands von 13 Zählern auf den Renault-Rivalen im Titelrennen wieder voll mitmischt.
Während bei Schumacher & Co nach der Mini-Siegesserie Stück für Stück die alte Souveränität und das alte Selbstbewusstsein zurückkehren, ist Weltmeister Alonso unzufrieden. "Wir waren nicht konkurrenzfähig genug. Wir brauchen mehr, um zu siegen", forderte der Asturier vor seinem Heimrennen eine Steigerung seines Renault-Teams, um am Sonntag in Montmelo bei Barcelona nicht die nächste Niederlage zu kassieren.
Allerdings bescherte vor allem die brillante Strategie Schumacher den zweiten Saisonsieg. Und das gesamte Paket der Scuderia war auch deshalb besser, weil Renault Probleme mit den Michelin-Reifen hatte und außerdem im Hinblick auf Alonsos Heimrennen die Drehzahl des Motors drosselte.
Fiat-Chef Luca di Montezemolo jubelte dennoch ausgelassen: "Ich bin sehr, sehr glücklich. Dieser Erfolg zeigt, dass der Sieg von Imola nicht nur eine Schwalbe war, die noch keinen Sommer macht." Und der drittplatzierte Brasilianer Felipe Massa schüttete verbales Salz in die Wunden von Renault-Teamchef Flavio Briatore: "Wenn ich Briatore wäre, würde ich anfangen, mir Sorgen zu machen."
Die macht sich Briatore aber (vorerst) nicht. "Fernando hat den Schaden in der Fahrer-WM in Grenzen gehalten, da er direkt hinter Michael ins Ziel kam", meinte Italiener. "Wir müssen akzeptieren, dass die Kombination Bridgestone und Ferrari zu schnell für uns war. Unter solchen Bedingungen Zweiter zu werden, ist wie ein Sieg." In der Heimat will sich Alonso aber revanchieren. "Ich habe keine Angst wegen der WM. In Barcelona haben wir bei den Tests gut ausgesehen. Ich hoffe, dass ich dort gewinne."
Während Schumacher und Alonso um den Titel fahren, wäre Red-Bull-Pilot Christian Klien nach vier Ausfällen in Serie schon froh, würde er in Katalonien endlich wieder einmal die Zielflagge sehen. "Es ist eine Schande", meinte der Vorarlberger nach seinem Getriebeschaden im Europa-GP in Deutschland. Sein Teamchef Christian Horner war zwar ebenfalls bitter enttäuscht, sieht aber auch etwas Licht am Ende des finsteren Tunnels. "Wir haben in Sachen Geschwindigkeit einen Schritt nach vorne gemacht", meinte der Brite und hofft, dass sein Team in Spanien endlich einmal vom Defektteufel verschont bleibt.
(apa/red)
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