Mittwoch, 10. Mai 2006

'War mir zu 100 % sicher': Bode Miller will mit neuem Ausrüster neue Siege erzwingen

  • Führt Schwierigkeiten auch auf alten Ausrüster zurück
  • Über Maier: 'Aufregend, ihm beim Fahren zuzusehen!'

Mit neuem Material will US-Skistar Bode Miller seinen Zielen im kommenden Winter wieder näher kommen. In der abgelaufenen Saison sei manches nicht so gewesen, "wie es hätte sein sollen", bekannte Miller beim ersten Besuch bei seinem neuen Ski-Ausrüster Head in Vorarlberg. Welche Ziele er genau erreichen will, ließ sich Miller in einem Pressegespräch freilich nicht entlocken.

Er sei keine Maschine, sagte der 28-jährige Gesamtweltcupsieger der Saison 2004/05. Die Schwierigkeiten in der Olympia-Saison führte der Ausnahmekönner auch auf seine Situation sowohl im US-Skiteam als auch bei seinem letztjährigen Ski-Ausrüster Atomic zurück. Auf die Frage, ob er in Details gehen könne, blieb Miller allerdings einsilbig: "No".

"War mir zu 100 Prozent sicher"
Für Head habe er sich des Produkts wegen entschieden, unterstrich der mehrfache Weltmeister. Er habe während der Saison viele Möglichkeiten gehabt, das Material seines neuen Skiherstellers zu studieren. Die Head-Fahrer hätten beeindruckende Resultate erreicht, und die Firma zeige Enthusiasmus. "Als ich mich für Head entschieden habe, war ich mir zu 100 Prozent sicher", betonte Miller.

Vor die Wahl gestellt, ob er lieber Hermann Maier oder Benjamin Raich beim Skifahren zusehe, entschied sich Miller für Maier. "Er ist außergewöhnlich. Es ist aufregend, Hermann beim Fahren zuzusehen", befand der 28-Jährige. Weltcup-Sieger Benjamin Raich ließ Miller aber nicht ungewürdigt: Er sei bezüglich mancher fahrtechnischer Aspekte "phänomenal". Sein Verhältnis zu den beiden österreichischen Skistars umschrieb Miller so: "Wir kommen zurecht. Wir haben gute Gespräche". Regelmäßige Treffen auf ein Bier gebe es aber nicht. "Ich glaube nicht, dass Benni Bier trinkt."

Ließ Karriereende offen
Wie lange er im Skizirkus noch weitermachen will, ließ Miller offen. Das hänge davon ab, wie er die einzelnen Puzzle-Teile wie Skifirma, Medien oder auch die Fans in Beziehung zum Skifahren setzen könne. "So lange ich ein gutes Verhältnis finde, fahre ich weiter", sagte der US-Amerikaner. Er habe Skifahren immer genossen, im Endeffekt gehe es aber darum, die Person zu sein, der er sein wolle. Dafür nehme er gegebenenfalls auch in Kauf, nicht gemocht zu werden: "Das ist okay."

Nach den kommenden drei Tagen, in denen Skitests im Kaunertal anstehen, wird Miller wieder in die USA zurückkehren. Im kommenden Monat sollte sich aber auch ein Besuch bei der Fußball-WM in Deutschland ausgehen. Er sei ein großer Fußball-Fan, bekannte Miller, der auch selbst spielt. Bisher sei er noch nie bei einem großen Spiel gewesen. Befragt nach seinen WM-Favoriten nannte Miller an erster Stelle Brasilien und Frankreich.

(APA/red)

10.5.2006 13:45