Doping verwendet: Langläufer Johannes Eder von ÖSV wegen für ein Jahr gesperrt
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Carabinieri umstellten & durchsuchten Unterkünfte
Der Diszplinarausschuss des Österreichischen Skiverbandes hat am über den Skilangläufer Johannes Eder eine Sperre für ein Jahr verhängt. Der Salzburger Eder hatte sich bei den Olympischen Spielen am Vorabend des Staffelbewerbs wegen Durchfalls im Quartier in Pragelato eine Kochsalzlösung injiziert. Die Utensilien waren von den italienischen Carabinieri bei deren Anti-Doping-Razzia am gleichen Abend gefunden worden. Weil Infusionen jeder Art verboten sind, wurde Eder vom ÖSV bestraft.
Teamarzt Peter Baumgartl hätte eine Behandlung aus medizinischen Gründen durchführen können, Eder wäre bei einer Meldung an die zuständigen Stellen (WADA, IOC) straffrei geblieben. Baumgartl befand sich aber nicht im Langläufer-Quartier, weshalb sich Eder nach telefonischer Rücksprache mit einem Arzt selbst behandelte.
Die Disziplinarkommission unter Vorsitz des Richters Arnold Riebenbauer hat im so genannten Dopingskandal bei den Winterspielen damit Eder als einzigen Athleten bestraft. In einer Aussendung teilte der ÖSV am Freitagabend mit, dass bei drei Athleten ein Dopingverdacht bestand. Neben Eder richteten sich Verdachtsmomente gegen den Biathleten Wolfgang Rottmann, die sich nach dessen freiwilliger Anhörung nach Verbandsamgaben als "nicht weiter begründet" erwiesen, sowie gegen Wolfgang Perner. Rottmann und Perner haben ihre Karrieren beendet und unterliegen nicht mehr der Disziplinarhoheit des ÖSV.
(apa/red)
