Festhalten an alten Werten: Papst ruft
zum Widerstand gegen Homo-Ehe auf
- Gläubige sollen für traditionelle Beziehung eintreten
- Auf Konfrontationskurs mit Italiens Mitte-Links-Allianz
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Papst Benedikt XVI. hat sich am Samstag erneut gegen die so genannte Homo-Ehe ausgesprochen. Die Christen müssten für die Verteidigung des traditionellen Modells der Ehe zwischen Mann und Frau kämpfen, es sei ein Stützpfeiler der Gesellschaft, sagte der Pontifex. Ein solcher Kampf der Gläubigen könne Politiker und Gesetzgeber dazu bewegen, die Rechte der Familie zu schützen.
"Es ist bekannt, dass rechtliche Lösungen wie die so genannten eingetragenen Lebensgemeinschaften immer stärker akzeptiert werden, sogar wenn sie die gleichen Rechte wie die Ehe beanspruchen ohne ihre Verantwortung zu übernehmen", sagte der Papst in einer Rede vor dem Päpstlichen Rat für die Familie. Manchmal werde sogar der Wunsch geäußert, die Definition von Ehe zu ändern, um homosexuellen Paaren die Adoption von Kindern zu ermöglichen.
Erst vor zwei Tagen hatte Benedikt XVI. sich ähnlich geäußert und war dafür von Mitgliedern der bei den italienischen Parlamentswahlen siegreichen Mitte-Links-Koalition kritisiert worden. Die Kirche äußere sich immer häufiger über homosexuelle Paare und versuche damit, jede Diskussion über die Rechte dieser Menschen zu verhindern, sagte Franco Grillini von den Linksdemokraten. Grillini ist Mitglied von "Arcigay", einer Gruppe, die in Italien für die Rechte von Schwulen und Lesben kämpft.
(apa)
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