Konflikt zwischen Milizen: Kämpfe in Somalias Hauptstadt weiten sich aus
- Regierung bittet Staatengemeinschaft um Hilfe
Die seit Tagen in Mogadischu andauernden Kämpfe rivalisierender Milizen haben sich auf den Süden der somalischen Hauptstadt ausgeweitet. In der Stadt waren am Samstag Maschinengewehrfeuer sowie das Einschlagen von Raketen und Granaten zu hören. In der Nacht wurden elf Menschen bei den Gefechten getötet.
Damit erhöhte sich die Zahl der Todesopfer in den vergangenen sieben Tagen auf mindestens 144. Die meisten Opfer sind Zivilisten. Einwohner Mogadischus flüchten aus ihrer Stadt. Die aus Sicherheitsgründen in der südsomalischen Stadt Baidoa sitzende machtlose Regierung forderte die internationale Gemeinschaft zum Eingreifen auf.
Die jüngsten Gefechte zwischen der islamischen Miliz und der so genannten Anti-Terror-Koalition der Kriegsherren waren vor einer Woche im Norden Mogadischus ausgebrochen, und halten seitdem an. Beobachtern zufolge ist Somalia zum Schlachtfeld der USA im Kampf gegen Islamisten geworden. Die US-Regierung steht im Verdacht, die Kriegsherren zu unterstützen. Das größtenteils von Moslems bewohnte Somalia wird seit dem Sturz des Machthabers Mohammed Siad Barre 1991 von rivalisierenden Milizführern beherrscht. Im vergangenen Jahr kehrte die Übergangsregierung aus dem kenianischen Exil zurück.
(apa)
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