Es gibt keinen neuen Kalten Krieg: Putin will Beziehungen zum Westen ausbauen
- Auf eine "geduldige und ruhige" Art und Weise
Russland will nach den Worten von Präsident Wladimir Putin seine Beziehungen mit dem Westen "geduldig und ruhig" ausbauen. Es werde keine Rückkehr zum Kalten Krieg geben, zitierte ihn die Agentur RIA am Samstag. US-Vizepräsident Dick Cheney hatte Anfang Mai Russland Rückschritte im Demokratisierungsprozess vorgeworfen und das Land davor gewarnt, seine Energielieferungen als Druckmittel einzusetzen.
Die russische Presse wertete dies als Startschuss für einen neuen Kalten Krieg. "US-Vizepräsident Dick Cheney hielt eine wichtige Rede über die Beziehungen des Westens zu Russland, in der er praktisch den zweiten Kalten Krieg startete. ... Der Kalte Krieg hat begonnen, nur die Front hat sich jetzt verschoben", hieß es in der Wirtschaftszeitung "Kommersant".
Die USA und Russland haben ihre Meinungsverschiedenheiten seit den Anschlägen vom 11. September 2001 in den USA zurückgestellt und sich auf gemeinsame Interessen im Kampf gegen den internationalen Terrorismus konzentriert. In jüngster Zeit kühlten sich die Beziehungen aber wieder ab. Dazu trägt die Unterstützung Russlands für den Iran ebenso bei wie das wiedererwachte Selbstvertrauens des Landes, das es aus seiner gestärkten Position als Öl- und Gaslieferant bezieht.
Die beiden Staaten haben ein riesiges Arsenal strategischer Atomwaffen, das noch aus der Zeit des Wettrüstens zwischen den USA und der Sowjetunion, aus der Russland im Jahr 1991 hervorgegangen ist, herrührt.
(apa)
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