In Anschläge von 11. September verwickelt:
Moussaoui beruft gegen lebenslängliche Haft
- Zog nach Verurteilung Geständnis zu 9/11 zurück
- Sollte Flugzeug angeblich in Weißes Haus fliegen
·Lebenslange Haft für Terrorist Moussaoui
Trotz Schuldbekenntnis kein Todesurteil verhängt
Der wegen seiner Verwicklung in die Anschläge vom 11. September 2001 in den USA zu lebenslanger Haft verurteilte Franzose Zacarias Moussaoui hat Berufung eingelegt. Das verlautete aus dem US-Bundesgericht in Alexandria im Bundesstaat Virginia. In seinem Antrag habe Moussaoui auch Berufung gegen die Entscheidung eingelegt, dass er sein Geständnis nicht zurücknehmen dürfe, hieß es.
Mit der Kehrtwende nach seiner Verurteilung hatte der 37-Jährige eine Neuauflage seines Prozesses erreichen wollen. Dies hatte ihm die zuständige Richterin Leonie Brinkema jedoch verweigert.
Moussaoui hatte im Verlauf des Verfahrens gestanden, an dem Komplott für den 11. September beteiligt gewesen zu sein. Demnach hätte er ein Flugzeug in das Weiße Haus fliegen sollen, wäre er nicht einen Monat vor den Anschlägen festgenommen worden, weil er an einer US-Pilotenschule als verdächtig aufgefallen war. Nach seiner Verurteilung zog der marokkanisch-stämmige Franzose aber sein Geständnis wieder zurück und behauptete nun, mit dem 9/11-Komplott nichts zu tun gehabt zu haben.
Moussaoui ist unterdessen in ein Hochsicherheitsgefängnis im US-Staat Colorado verlegt worden. Moussaoi sei am späten Freitagabend von Alexandria nach Florence in Colorado geflogen worden, teilte die US-Polizei mit. Dort werde er seine lebenslange Haftstrafe ohne die Möglichkeit einer vorzeitigen Entlassung verbüßen. In dem in der Wüste gelegenen Gefängnis sitzen rund 400 Verurteilte, die als die gefährlichsten Verbrecher in den USA gelten. Dazu gehören der wegen des Bombenanschlags von Oklahoma City verurteilte Terry Nichols und der so genannte Schuhbomber Richard Reid.
(apa)
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