Nach Präsidenten-Wahl: Romano Prodi
feilt in Italien an seiner Ministerliste
- Amato und D'Alema in neuem Mitte-Links-Kabinett
- PLUS: Napolitano zum neuen Präsidenten gewählt
·Napolitano neuer Präsident Italiens
Ex-Kommunist erhält Mehrheit im 4. Wahlgang
·Ciampi verzichtet auf eine zweite Amtszeit
Appelle von Prodi und Berlusconi nutzten nichts
·Berlusconi reichte seinen Rücktritt ein
Weg für Bildung einer Mitte-Links-Regierung frei
·Berlusconis langer Kampf gegen die Justiz
KLICKEN: Viele Prozesse und keine Schuldsprüche
Nach der Wahl von Giorgio Napolitano zum neuen italienischen Staatspräsidenten arbeitet Wahlsieger Romano Prodi fieberhaft an der Zusammenstellung seiner Ministerliste. Der Chef der Mitte-Links-Allianz soll am Dienstag nach Napolitanos Vereidigung den Auftrag zur Regierungsbildung erhalten. Den Posten des Vizepremiers soll der Linksdemokrat Massimo D'Alema erhalten.
Der Ex-Premier war für den Posten des Staatspräsidenten im Gespräch, musste jedoch wegen des Vetos des bisherigen Regierungschefs Berlusconi auf seine Kandidatur verzichten. D'Alema soll neben dem Posten des Vizepremiers auch ein prestigereiches Fachressort übernehmen. Gerüchten zufolge soll er zum neuen Außenminister aufrücken.
Der Chef der gemäßigten Sammelbewegung "Margherita", Francesco Rutelli, ist als zweiter Vizepremier und Innenminister im Gespräch. Ex-Regierungschef Giuliano Amato soll den Posten des Justizministers übernehmen. Auch Linksdemokratenchef Piero Fassino winkt ein angesehenes Regierungsamt. Ministerposten sollen auch der Führer der italienischen Kommunisten, Oliviero Diliberto, der Sprecher der Grünen, Alfonso Pecoraro Scanio, und der Vorsitzende der Kleinpartei "Italien der Werte", Antonio Di Pietro, erhalten.
Zum Finanzminister könnte der Wirtschaftsexperte der Linksdemokraten, Vincenzo Visco, aufrücken. Visco hatte das Amt des Finanzministers bereits in der ersten Regierung Prodi in den Jahren 1996-98 bekleidet. Unter seiner Führung hatte Italien entscheidende Sanierungsschritte im Hinblick auf den Beitritt in den Euro-Raum unternommen.
(apa)
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