Mittwoch, 10. Mai 2006

Welle der Gewalt im Irak nicht zu stoppen: Weitere blutige Anschläge - Mehrere Tote

  • Minibus in Luft gesprengt - Zu Toten viele Verletzte

Im Irak ist es wieder zu blutigen Anschlägen gekommen. Eine Gruppe von Extremisten tötete elf Beamte, als diese in einem Kleinbus zur Arbeit fuhren. Krankenhausärzte berichteten, neun weitere Mitarbeiter der staatlichen Al-Kadissiya-Werke seien bei dem Angriff in der Nähe von Bakuba, 60 Kilometer von Bagdad entfernt, verletzt worden. Die Angreifer nahmen das Fahrzeug zuerst unter Beschuss. Als die Polizei eintraf, platzierten sie eine Bombe in dem Kleinbus, die dann auch explodierte. Anschließend wurden sieben Zivilisten bei dem Versuch getötet, die Leichen zu bergen.

In der nahe gelegenen Stadt Balad erschossen Unbekannte in der Nacht den lokalen Anführer der schiitischen Badr-Brigaden, Ibrahim al-Khasraji. Die Badr-Brigaden sind die Miliz der Schiiten-Partei "Oberster Rat für die Islamische Revolution im Irak" (SCIRI). Die Partei gehört zur größten Fraktion im irakischen Parlament.

Die US-Armee berichtete unterdessen, sie habe am Dienstagabend bei der Versorgung der Opfer des Selbstmordanschlages auf einem Markt in Tel Afar geholfen. 60 Verletzte seien von den Ärzten der US-Streitkräfte behandelt worden, meldete das Militärkommando in Tikrit. Nach Polizeiangaben waren bei dem Anschlag 21 Menschen ums Leben gekommen und mehr als 80 verletzt worden. Unter den Opfern waren zahlreiche Kinder. Die US-Armee sprach von 16 Toten und 134 Verletzten.

(apa)

10.5.2006 10:21