Dienstag, 9. Mai 2006

Aus Rache an getrennt lebender Ehefrau: Spanier wirft Tochter vor fahrendes Auto

  • Elfjährige überlebt Tat mit schweren Verletzungen

Aus Wut über die Weigerung seine Frau, zu ihm zurückzukehren, hat ein 38-jähriger Mann in Südspanien seine Tochter auf der Autobahn vor fahrende Autos gestoßen. Wie durch ein Wunder überlebte die Elfjährige schwer verletzt. Am Dienstag befand sie sich mit schwerem Schädeltrauma und Würgemalen auf der Intensivstation eines Kinderkrankenhauses im andalusischen Malaga.

Spanischen Medienberichten zufolge hatte sich der Zwischenfall bereits am Sonntag zugetragen. Mehrere Autofahrer hatten die Polizei wegen eines Geisterfahrers auf der Autobahn alarmiert. Nachdem er einen entgegenkommenden Wagen gestreift hatte, stieg der Mann aus, zog seine Tochter an den Haaren aus dem Wagen und schleuderte sie gleich zwei Mal gegen vorüberfahrende Fahrzeuge. Diese konnten gerade noch ausweichen. Den Polizisten erzählte die Kleine, ihr Vater habe zuvor rund ein Dutzend Mal versucht, sie mit dem Sicherheitsgurt zu erwürgen.

Die Mutter vermutet, ihr Mann habe sich am spanischen Muttertag dafür rächen wollen, dass sie nicht mehr zu ihm zurückkehren wollte. Nach wiederholten Schlägen hatte sie sich im Dezember von dem gebürtigen Belgier getrennt. Ein Gericht ordnete zudem an, dass er sich seiner Frau fern zu halten habe. Laut der Frau hatte er seiner Tochter bisher nichts angetan. Es war das erste Mal seit der Trennung, dass die Elfjährige das Wochenende bei ihrem Vater verbrachte. Seit Montag sitzt der 38-Jährige wegen Mordversuchs in Haft.
(apa)

9.5.2006 18:55