"Lasst uns noch ein wenig warten": Serbien bittet um mehr Zeit für Mladic-Festnahme
- Präsident Tadic sieht keine Alternative zu UN-Tribunal
·Mladic wird jetzt in Westserbien vermutet
Fahndung nach Kriegs-verbrecher fortgesetzt
·Nach Mladic-Frist: EU stoppt Verhandlungen
Mutmaßlicher Kriegs-verbrecher nicht gefasst
·Kosovo-Gespräche in Wien gehen weiter
Verhandlungen über Bildung neuer Gemeinden
Der serbische Präsident Tadic hat um mehr Zeit gebeten, den international gesuchten mutmaßlichen Kriegsverbrecher Ratko Mladic zu fassen. Die serbische Regierung brauche noch "eine Weile, um diese Arbeit zu beenden", und er sage "in gutem Glauben": "Lasst uns noch ein wenig warten".
Es gebe keine Alternative zur Zusammenarbeit mit dem UNO- Kriegsverbrechertribunal in Den Haag, sagte Tadic am Montag in Banja Luka. Er hoffe, das "Problem" Mladic werde "so bald wie möglich" gelöst, fügte der Reformer hinzu.
Vergangenen Mittwoch hatte die EU ihre Verhandlungen mit Serbien über ein Assoziierungsabkommen ausgesetzt und damit auf die Unfähigkeit Belgrads reagiert, Mladic festzunehmen und auszuliefern. Der frühere Armeeführer der bosnischen Serben wird wegen Völkermordes, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen während des Bosnien-Krieges von 1992 bis 1995 gesucht. (apa)
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