Mittwoch, 10. Mai 2006

In letzter Sekunde vor Zug gerettet: Mann blieb nach Unfall auf Bahnkreuzung stehen!

  • Passanten holten ihn im letzten Moment aus Fahrzeug
  • Lok erfasste Auto und schleuderte es 30 Meter weiter

Dramatische Szenen haben sich auf der Kärntner Bundesstraße zwischen Pörtschach und Velden abgespielt: Ein Pensionist war nach einem Unfall mit seinem Auto genau auf der Bahnkreuzung zum Stehen gekommen und blieb in seinem Fahrzeug sitzen, obwohl gerade ein Zug heranraste. Ein Klagenfurter bemerkte den Mann und brachte ihn mit Hilfe seiner Beifahrer im letzten Moment in Sicherheit.

Der Pensionist aus Feldkirchen war von Pörtschach in Richtung Velden unterwegs gewesen, als er aus ungeklärter Ursache vor der Eisenbahnkreuzung in Saag gegen die Leitschienen prallte und auf der Kreuzung zum Stillstand kam. Andere Autofahrer, die unmittelbar darauf zur Unfallstelle kamen, bemerkten den Mann, der sein Fahrzeug nicht verließ, obwohl sich der Schranken gerade schloss. Der 69-Jährige weigerte sich trotz des nahenden Zuges auszusteigen, zu dritt gelang es den Helfern dann doch, ihn aus dem Fahrzeug zu bringen.

Auto 30 Meter weit geschleudert
Nur Sekunden später krachte die Lok eines Regionalzuges mit Tempo 120 gegen das Auto. Das Fahrzeug wurde 30 Meter weit über die Böschung geschleudert und blieb völlig zerstört an einem Baum hängen. Die Zugsgarnitur kam knapp 500 Meter nach der Kreuzung zum Stillstand, die acht Fahrgäste und der Lokführer kamen mit dem Schrecken davon.

Die Lokomotive wurde durch die Kollision so schwer beschädigt, dass eine Weiterfahrt nicht möglich war, der Zug musste nach Velden geschleppt werden, wo ein neues Triebfahrzeug angekuppelt wurde. Die Straße war eine Stunde lang gesperrt, die Südbahnstrecke konnte erst Stunden später wieder für den Verkehr freigegeben werden. (apa/red)

10.5.2006 10:14