Dienstag, 9. Mai 2006

"Spitzenkandidat wird Überraschung sein": BZÖ laut Walch für NR-Wahl fündig geworden

  • "Man verkauft sein Produkt zum richtigen Zeitpunkt"
  • PLUS: Nächste Absage - Interio-Chefin Kath lehnt ab

Weiterhin spannend, gleichzeitig aber auch verwirrend, läuft die Suche nach dem oder der Spitzenkandidatin des BZÖ. Der freiheitliche Sozialsprecher Max Walch meint, "wir haben ihn schon. Aber man verkauft sein Produkt zum richtigen Zeitpunkt". Auf Anfrage der APA Dienstag abend wiederum zeigte sich Walch etwas zurückhaltender. "Ich sage gar nix. Wir haben einen Spitzenkandidaten und das wird eine Überraschung werden".

Konkret darauf angesprochen, ob es die Person schon gebe, oder der Spitzenkandidat einer von fünf Personen sei, aus denen man erst auswählen müsse, oder ob es sich um eine Person handle, die derzeit im Spekulationsreigen noch nicht gefallen sei, erklärte Walch in der "Presse" (Mittwoch-Ausgabe): "Wir sagen überhaupt nix". Auch auf die Frage, ob es sich um eine Frau oder einen Mann handelt, wollte er keine Auskunft geben.

Zuletzt hatte das Name-Dropping auch Interio-Chefin Janet Kath erfasst. Sie schloss eine solche Aufgabe aus. Jedenfalls sei sie vom BZÖ gefragt worden. Vizekanzler Hubert Gorbach (B) zeigte am Wochenende nur geringes Interesse, als Spitzenkandidat in die kommende Nationalratswahl zu gehen. Kurz davor hatte der Obmann des Parlamentsklubs der Freiheitlichen-BZÖ, Herbert Scheibner, bedauert, dass keiner aus der BZÖ-Regierungsmannschaft den Job übernehmen könne oder wolle. Weiterhin als Namen im Gespräch sind der frühere Klubchef Peter Westenthaler. Die allgemein favorisierte Justizministerin Karin Gastinger (B) hatte, da sie im Sommer ein Kind erwartet, abgewunken.
(apa)

9.5.2006 18:48