Gesunde Ausdauer-Sportler: Bewegung reduziert Krebsrisiko um bis zu 50 Prozent
- Joggen, Radfahren & Aerobic besonders gut geeignet
- Drei Mal wöchentliches Training fördert Gesundheit

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Regelmäßige Bewegung reduziert das Krebsrisiko um bis zu 50 Prozent. Darauf machen Sportmediziner im Vorfeld des Kongresses der Österreichischen Gesellschaft für Psychoonkologie von 5. bis 7. Mai in Bad Ischl (Bezirk Gmunden) in Oberösterreich aufmerksam.
Ein regelmäßiges Ausdauertraining könne das Brustkrebsrisiko um 50 Prozent senken, das Dickdarmkrebsrisiko um 40 bis 50 Prozent, jenes von Prostatakrebs um bis zu 25 Prozent, das Gebärmutterkrebsrisiko um 25 bis 30 Prozent und das Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken, um bis zu 40 Prozent, so Valentin Leibetseder, Facharzt für Medizinische Leistungsphysiologie. Belege für eine Risikoreduktion durch regelmäßige Bewegung gebe es außerdem für Schilddrüsen-, Hoden-, Eierstock- und Bauchspeicheldrüsenkrebs.
Immunsystem wird gestärkt
"Übergewicht, hormonelle Faktoren, die Immunfunktion und die Stressverarbeitung gelten als bedeutende Risikofaktoren für die Entstehung von Krebs", erklärt Universitätsprofessor Paul Haber, Leiter der Abteilung Sport- und Leistungsmedizin der Universitätsklinik für Innere Medizin IV im AKH Wien. Ausdauertraining habe darauf eine positive fördernde Wirkung und einen günstigen Einfluss auf den Insulinstoffwechsel, den Triglyzeridspiegel und den Östradiol-Stoffwechsel. Darüber hinaus werde das Immunsystem stimuliert.
Ausdauersportarten besonders gut geeignet
Als geeignet gelten alle so genannten zyklischen Sportarten, bei denen mehr als ein Fünftel der Muskelmasse bewegt wird: Joggen, Radfahren, Bergwandern, Rudern, Nordic Walken, Aerobic oder Schwimmen. Die Experten empfehlen, dabei durchaus zu variieren. "Jeder Trick, sich drei Mal wöchentlich zu Bewegung zu motivieren, zählt", betonte Leibetseder. Günstig sei zudem die Integration der Bewegung in den Alltag: beispielsweise zwei Mal pro Woche während des Fernsehens eine halbe Stunde auf dem Ergometer verbringen und am Wochenende Aktivitäten im Freien. (APA/red)
