Sonntag, 7. Mai 2006

"I Hate Myself and Want to Die": US-Autor beschreibt die 52 deprimierendsten Songs!

  • Tom Reynolds setzt auf bösen Schwarzen Humor
  • Von Mariah Carey über Phil Collins bis zu Celine Dion

Traurige Lieder können in einer melancholischen Stimmung eigentlich ganz hilfreich sein. Man fühlt sich verstanden und geteiltes Leid ist schließlich halbes Leid. Das sieht auch der Schriftsteller und Fernsehproduzent Tom Reynolds so. Für ihn gibt es aber einen Unterschied zwischen traurigen und deprimierenden Songs. In seinem Buch "I Hate Myself and Want To Die" beschreibt er mit bitterbösem Schwarzen Humor bewaffnet die 52 deprimierendsten Songs von Mariah Carey über Phil Collings bis hin zu Celine Dion.

Reynolds datiert in seinem sehr amüsanten Vorwort das Aufkommen von deprimierenden Songs auf die Zeit um 700 vor Christus. In Homer, "einem blinden Poeten und Lyraspieler" sieht er den ersten erwähnenswerten Singer/Songwriter der Weltgeschichte. In "I Hate Myself and Want to Die" versammelt der Autor nun 52 Lieder der letzten paar Jahrzehnte, die in der traurigen Tradition Homers stehen. Von Pink Floyd bis hin zu Metallica - jedes Genre ist abgedeckt. Manche Songs waren Nummer-1-Hits, wie Mariah Careys pathetische Cover-Version von "Without You", andere wiederum sind Kulthits, die den Mainstream nie erreicht haben. Ob es um Einsamkeit geht, um Drogen oder kaputte Beziehungen – diese Songs sorgen garantiert für schlechte Stimmung! Reynolds unterteilt die ausgewählten Songs in zehn repräsentative Kategorien:

  • Ich starb als Teenie bei einem Autounfall
  • I Hate Myself and Want to Die
  • Ich versuche, tiefsinnig und rührend zu sein, aber da bin ich echt schlecht drin
  • Wenn ich über Drogen singe, wird man mich ernst nehmen
  • Sie hasst mich, ich hasse sie
  • Remakes deprimierender Lieder
  • Ich erzähle eine Geschichte, die keinen interessiert
  • Ich hatte keine Ahnung, dass dieser Song so morbide ist
  • Ich blase Trübsal, daher bin ich
  • Apokalypse


Dabei bekommen so manche bekannte Stars ihr Fett ab. Mit einem Augenzwinkern werden die Texte und die Melodien analysiert und durch den Kakao gezogen. Für Auflockerung sorgen die zwischen den Kapiteln immer wieder eingestreuten Illustrationen von Stacey Early, die ebenfalls immer wieder für ein Schmunzeln sorgen. Reynolds ist mit "I Hate Myself and Want to Die" ein wirklich amüsantes Werk gelungen, das vor allem für Musikbegeisterte eine Pflichtlektüre darstellen sollte.

Service:

  • Tom Reynolds
  • "I Hate Myself and Want To Die. Die 52 deprimierendsten Songs aller Zeiten"
  • Übersetzung Ilja Braun
  • ca. 300 Seiten
  • Einige Abbildungen
  • 12,5 x 20 cm, Hardcover mit Schutzumschlag
  • 14,90 EUR
  • ISBN 3-89602-693-3
  • Infos: www.schwarzkopf-schwarzkopf.de


(red)

7.5.2006 17:06
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