Sonntag, 7. Mai 2006

Verschobener Börsengang weckt Interesse:
Air Berlin sieht Aufschwung bei Zeichnung

  • Airline-Preisspanne auf 11,50 bis 14,50 Euro gesenkt
  • Sprecher: "Haben das Pech mit dem Ölpreis gehabt"

Die Verschiebung des Börsengangs hat das Interesse an der Air Berlin-Aktie gesteigert. "Die Zeichnung hat nach der Senkung der Preisspanne einen deutlichen Aufschwung genommen", sagte der Sprecher der zweitgrößten deutschen Airline, Peter Hauptvogel, dem "Tagesspiegel".

Air Berlin hat die Preisspanne von 15 bis 17,50 Euro auf 11,50 bis 14,50 Euro gesenkt sowie die Erstnotiz auf Donnerstag verschoben. Diese Maßnahmen, die bei Börsengängen keineswegs ungewöhnlich seien, zeigten Wirkung, sagte Hauptvogel. "Da gibt es keinen Zweifel mehr daran, dass das jetzt läuft."

Berichte über einen angeblich drohenden finanziellen Engpass seien "maßlos überzogen", sagte Hauptvogel. Das untere Ende der alten Preisspanne und das obere der neuen lägen gar nicht so weit auseinander. Zudem gäben die Altaktionäre jetzt weniger Anteile ab. "Wir haben das Pech mit dem Ölpreis gehabt." Dies sei aber ein Branchenproblem und habe nicht direkt etwas mit Air Berlin zu tun. Bei einem Bericht über einen angeblich nun scheiternden Verbund von Air Berlin, dba, Hapagfly und HLX handele es sich um "Nonsens", wurde Hauptvogel zitiert. Es habe zwar eine entsprechende Studie gegeben, die aber nicht zu Planungen für eine solche wirtschaftliche Vereinigung geführt habe. (apa/red)

7.5.2006 15:14