Dienstag, 2. Mai 2006

Nach Skandal bei Bawag und Hypo-Alpe- Adria: Österreicher sorgen sich um Erspartes

  • 62% "sehr verunsichert", nur 14 % sind unberührt
  • 31 Prozent sehen Glaubwürdigkeitsverlust des ÖGB

Die Mehrheit der Bevölkerung ist nach den aktuellen Banken-Skandalen in Österreich irritiert. Laut einer Umfrage des Klagenfurter Humaninstitutes zeigten sich fast zwei Drittel der Befragten, nämlich 62 Prozent, "sehr verunsichert", was ihre Spareinlagen betrifft. Unberührt zeigten sich lediglich 14 Prozent, der Rest ist "nachdenklich gestimmt".

Das Humaninstitut befragte insgesamt 750 Österreicherinnen und Österreicher bezüglich ihrer Haltung zum Thema. Das Ergebnis war eher ernüchternd: Das Vertrauen auch in andere staatstragende Institutionen ist nach den Turbulenzen um die Banken für 77 Prozent der Österreicher ganz oder zumindest teilweise erschüttert. Nur knapp ein Viertel der Befragten verneinte die Frage nach dem Vertrauensverlust.

Ebenfalls abgefragt wurde das Image des Gewerkschaftsbundes. Die Frage "Hat der ÖGB generell die Glaubwürdigkeit als Arbeitnehmervertreter verloren?" beantworteten zwar 31 Prozent mit Ja, für 42 Prozent der Befragten genießt die Gewerkschaft allerdings weiterhin Vertrauen. 27 Prozent wussten keine Antwort. Die telefonische Befragung wurde im Zeitraum von 24. April bis 2. Mai durchgeführt.
(apa/red)

2.5.2006 16:46