Der Titel ist wieder in Favoriten: Austria
Wien zum 23. Mal österreichischer Meister!
- Veilchen gewinnen im vollen Horr-Stadion 2:1 vs Tirol
- Red Bulls verlieren daheim gegen Pasching mit 1:2
·MITREDEN: Austria ein würdiger Meister?
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Austria-Titelgewinn
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Infos zu Austria Wien
Veilchen halten bereits bei 23 Meistertiteln
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Auszeichnungen für Didulica und Blanchard
Die Wiener Austria hat sich zum 23. Mal zum österreichischen Fußball-Meister gekrönt. Das Heimspiel gegen Wacker Tirol wurde zur erwarteten Meisterfeier, nach einem hart erkämpften 2:1-(1:1)-Sieg bekamen die Violetten den begehrten Teller überreicht. Eine Runde vor Schluss weisen die Austrianer sieben Punkte Vorsprung auf Salzburg (1:2-Schlappe zu Hause gegen Pasching) auf.
Das Meisterstück - das erste seit 2003 - wurde gegen die aufopfernd kämpfenden Innsbrucker jedoch lange zu Schwerstarbeit. Sionko brachte die Hausherren in Führung (18.), doch Gruber glich wenig später aus (23.). Das 2:1 von Sebo (59.) sowie die Kunde vom Salzburger Umfaller sorgten dann jedoch endgültig für klare Verhältnisse im Titelkampf.
In Wien-Favoriten war alles für die programmierte Meisterparty angerichtet. 11.500 euphorische Fans waren im seit Donnerstag ausverkauften Horr-Stadion in freudiger Erwartung, die Liga-Vertreter hatten den Meisterteller mit im Gepäck.
Sionko sorgte für die Führung
Nach vorsichtiger Anfangsphase setzte sich der mit Saisonende wohl scheidende, aber dennoch seit Wochen groß aufgeigende Sionko in Szene. Der Tscheche tankte sich auf der rechten Seite kraftvoll durch und zog aus 18 Metern mit links ab, der Ball wurde von Windisch und Gruber gleich zwei Mal abgefälscht und Goalie Planer war geschlagen (18.). Die Austria schien damit im 50. Pflichtspiel von Trainer Schinkels ganz klar Richtung Sieg und Titel zu segeln.
Wacker kämpfte zurück
Doch Wacker machte eine Woche nach dem sensationellen 3:2 gegen Salzburg das Versprechen wahr, auch gegen die Austria Vollgas zu geben. Die Tschertschessow-Schützlinge ließen sich trotz des Rückstands nicht aus der Reserve locken, gaben einen enorm bissigen Gegner ab und standen eng beim Mann. Und wenn die Gäste offensiv wurden, dann wurde es zumeist auch gefährlich.
Kurz nach Einsetzen eines starken Regengusses brachten die Innsbrucker die verfrühten Meisterchöre der Austria-Fans zum Verstummen. Nach Kolousek-Freistoß von der rechten Seite blieb Didulica auf der Linie, Gruber setzte sich im Zweikampf gegen Linz durch und spitzelte den Ball aus kurzer Distanz ins Tor (23.). Sionko antwortete mit einem schönen 18-Meter-Freistoß an die linke Stange (25.), nach 34 Minuten hätte es nach einer Attacke von Feldhofer gegen Linz Elfmeter für Violett geben können.
Sebo staubt zum Sieg ab
Auch nach der Pause war der Tiroler Riegel schwer zu knacken. Für den ersten großen Jubel auf den Rängen sorgte die Meldung vom 1:1-Ausgleich der Paschinger in Salzburg, durch den den Austrianern bereits ein Remis gereicht hätte. Erst dann gelang das befreiende 2:1. Dheedene donnerte einen 30-Meter-Freistoß flach Richtung Tor, Planer ließ den - womöglich neben das Gehäuse gehenden - Ball abprallen und Sebo war zur Stelle für den Abstauber.
Euphorische Fans strömten auf das Feld
Damit stand der Party endgültig nichts mehr im Wege, zwei von Schiri Lehner nicht gegebene Elfer für die Austria gingen im allgemeinen Horr-Stadion-Trubel unter. Lehner pfiff noch vor Ablauf der 90 Minuten ab und flüchtete in die Kabine, denn wenig später hatten die jubelnden Anhänger das Feld bereits gestürmt.
Salzburg verspielt Heimrekord
Red Bull Salzburg hat nach einem 1:2 (1:0) gegen Superfund Pasching nicht nur den Meistertitel verloren, sondern auch einen imposanten Heimrekord verspielt. Mit einem 16. Heimsieg wären die "Bullen" die erfolgreichste Heimmannschaft seit Einführung der Drei-Punkte-Regel gewesen. Jezek hatte die Hausherren zwar programmgemäß in Führung gebracht (19.), die nach dem Pausenpfiff wie verwandelten Oberösterreicher glichen allerdings durch Kovacevic aus (56.). Ketelaer sorgte noch für den Siegestreffer (86.) gegen die Mozartstädter, die vor der letzten Runde 7 Punkte Rückstand auf den neuen Champion Austria haben.
Paschinger sichern dritten Platz ab
Mit dem Sieg unterstrichen die Paschinger ihre Ansprüche auf den dritten Tabellenplatz und damit auf die Qualifikation zum UEFA-Cup. Im Oberösterreicher-Duell mit Ried liegt die Constantini-Elf (55 Punkte) weiter drei Zähler vor dem unmittelbaren Konkurrenten (52).
Die Bullen starteten als aktivere Mannschaft ins Spiel. Pasching stand tief in der eigenen Hälfte, ein dichtes Mittelfeld sollte die Offensivbemühungen der Heim-Elf schon im Keim ersticken. Doch die Taktik von Coach Constantini ging nur knapp 20 Minuten auf.
Jezek bringt Bullen in Führung
Nach einem Carboni-Zuspiel zog Salzburgs Mittelfeldmotor Patrik Jezek an zwei Paschingern vorbei und erzielte mit einem satten Schuss aus 20 Metern das verdiente 1:0 (19.). Es war das siebente Saisontor des Tschechen, das siebente in Wals-Siezenheim. Aufhauser vergab nach Zickler-Zuspiel in Minute 33 noch die große Chance, die Führung auszubauen - sein Schuss wurde von Schicklgruber entschärft.
Pasching dreht Spiel um
Wie auch immer die Kabinenpredigt von Constantini ausgesehen hat, die Oberösterreicher kamen nach der Pause wie verwandelt aus der Kabine. In der 51. Minute hatte Salzburg noch Glück, als Tormann Manninger mit einer Faustabwehr Linke anschoss und der Ball ans Lattenkreuz prallte. Fünf Minuten später wehrte Manninger einen Sariyar-Schuss ab, den Nachschuss verwehrte Kovacevic zum Ausgleich (56.).
Salzburg-Trainer Jara setzte nun alles auf eine Karte, brachte Ivanschitz und Stürmer Lokvenc, der nach langer Verletzungspause sein erstes Spiel seit der dritten Runde am 24. Juli bestritt. Spätestens, nachdem das 2:1 der Austria im Stadion die Runde gemacht hatte, fielen die Salzburger jedoch zurück, der eingewechselte Ketelaer schloss nach Pichlmann-Idealpass überlegt zum 2:1 ab (86.).
Hektische Schlussphase
In der Nachspielzeit schwappten dann die Emotionen über: Nach der Roten Karte für Gilewicz (92./Nachschlagen) schickte Schiedsrichter Plautz auch Jezek mit Gelb-Rot (94.) in die Kabine.
(apa/red)
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