Mittwoch, 3. Mai 2006

GAK und Sturm müssen weiter um Lizenz zittern: Landeswirtschaftsprüfer kontrolliert

  • Haftungsübernahme: Ergebnis erst am Donnerstag
  • Dient als Grundlage für politische Entscheidung

Die Bundesliga-Lizenzierungs-Unterlagen der beiden Grazer Fußball-Erstligisten GAK und SK Sturm werden in den kommenden Tagen von einem Wirtschaftsprüfer des Landes Steiermark genau unter die Lupe genommen. Dies wurde am Dienstag bei einem Treffen des steirischen Sportlandesrates Manfred Wegscheider mit den Klub-Präsidenten Hannes Kartnig (Sturm) und Harald Sükar (GAK) vereinbart. Bis Donnerstag soll dann eine erste Prognose vorliegen, welche das Land als Grundlage für die Haftungsübernahmen von je 1,2 Millionen Euro heranziehen wird.

"Es war ein sehr gutes Gespräch und ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden", erklärte Sükar gegenüber der APA - Austria Presse Agentur und fügte hinzu: "Wir spielen mit offenen Karten."

"Wenn meine Sensoren richtig gehen, sind alle interessiert, dass beide Vereine die Lizenz erhalten, wenn das Zahlenmaterial stimmt", gab sich Wegscheider nach Kontakten seines Büros mit der Bundesliga zuversichtlich. Die Landespolitik befinde sich in der Situation, einen "gediegenen Spagat" hinzulegen - zwischen einerseits größtmöglicher Absicherung, wie beim Umgang mit öffentlichen Mitteln erforderlich, andererseits dem Vorhalt, die Haftungszusage sei zu "schwammig".

"Wir sind an die Grenze des Möglichen gegangen, wenn man in die Bevölkerung hineinhört, sogar darüber hinaus", kommentierte ÖVP-Landeschef Hermann Schützenhöfer. Für die Grünen meldete sich Landtagsabgeordneter Peter Hagenauer mit der Aufforderung, "nicht vor Kartnig in die Knie" zu gehen: "Die SPÖ kann nicht Geld für einen Gambler ausgeben, der sich mit Steuergeld sanieren will und gleichzeitig die Armut im Land anprangern", so Hagenauer in einer Aussendung.

(apa/red)

3.5.2006 16:44